Dresden - Frankfurt

Einzelberichte zur Fahrradtour Herbst 2013

TagStreckeDistanz
05.10.2013Dresden
Hartha
90 km
Hauptbahnhof Bochum
Hauptbahnhof Bochum

Gerd, Heinz und Rainer treffen sich um 21:45 Uhr am Bochumer Bahnhof. Mit dem Regionalexpress fahren wir nach Dortmund, und um 23:05 Uhr geht es mit dem City Night Line weiter.

Der ausgehängte Fahrplan stimmt nicht mehr, da die Elbebrücke wegen des Frühjahrhochwassers noch gesperrt ist. In Berlin klappt das Umkuppeln der Waggons nicht (Kurswagen werden abgehängt und angekuppelt), wodurch sich die Fahrzeit verlängert; dafür haben wir genügend Zeit, im ungarischen Speisewagen zu frühstücken.

Gerd
Gerd
Heinz
Heinz

Heinz schmeckt es auch. Nach 11½ Stunden erreichen wir schließlich Dresden…

Sieht doch gut aus.

Radlerfrühstück im Zug
Radlerfrühstück im Zug
come together
come together

Dort erwartet uns Werner, der am Vortag mit dem Fernbus angereist ist. Auf der angehängten Box befördert er auch Fahrräder; eine preiswerte Alternative für Fahrradtouristen.

Frauenkirche
Frauenkirche

Es ist ein sonniger Morgen, wir radeln erst einmal in die Innenstadt und legen eine kurze Pause vor der Frauenkirche ein.

Residenzschloss
Residenzschloss

Wir kommen am Dresdner Residenzschloss vorbei, und dann geht es zur Elbe.

Wir fahren über die Augustusbrücke auf die rechte Elbeseite und radeln stromabwärts. Meistens ist der Weg asphaltiert.

Elberadweg bei Dresden
Elberadweg bei Dresden

Wir fahren auf dem rechten Elberadweg und kommen an dem Hafen Dresden-Pieschen vorbei. Wir fahren noch an Radebeul und Coswig an der Elbe entlang, queren die Elbebrücke bei Coswig und radeln dann in westlicher Richtung weiter.

Hafen Dresden-Pieschen
Hafen Dresden-Pieschen
Verfallene Mühle
Verfallene Mühle

Wir passieren die verfallene Körnermühle im Kaadener Bachgrund.

Es ist schon recht hügelig; hier geht es ausnahmsweise mal bergab.

Gefällestrecke
Gefällestrecke
Mittagessen
Mittagessen

Werner wird schon hungrig, und an der romantisch gelegenen Neudeckmühle im Saubachtal gibt es Mittagessen (Wildgulasch und Meißner Bier).

Schmaler Radfahrstreifen
Schmaler Radfahrstreifen

Wir passieren immer wieder Täler und Berge, kommen an vielen alten Mühlen vorbei, und es geht rauf und runter. Der Radweg ist an vielen Stellen vom Frühjahrshochwasser ausgespült, und neben dem Weg muss man auf einer schmalen Spur fahren.

Freiberger Mulde
Freiberger Mulde

In Nossen treffen wir auf die Freiberger Mulde.

Döbeln
Döbeln

Wir passieren den Obermarkt in Döbeln. Der Weg an der Mulde ist teilweise asphaltiert, streckenweise aber unbefestigt. Da der Radweg gut ausgeschildert ist, bemerken wir erst gar nicht, dass wir von dem Track abgekommen sind. Gerd bemerkt die Abweichung, und wir müssen ein Teilstück nach Technitz zurückfahren.

Wir kommen an dem Wasserkraftwerk Mittweida vorbei, das Anfang des 20. Jahrhunderts errichtet worden ist. Es ist 18:30 Uhr, und es beginnt zu dämmern. Mit unseren Warnwesten und LED-Leuchten sind wir gut ausgestattet, um auch auf den schmalen Uferwegen sicher voranzukommen.

Wasserkraftwerk
Wasserkraftwerk
Viadukt Saalbach
Viadukt Saalbach

Wir fahren dann an dem Fluss Zschopau entlang, und hinter Saalbach passieren wir ein eindrucksvolles Eisenbahnviadukt. Es ist 19 Uhr, und langsam wird es wirklich Zeit, eine Unterkunft zu finden. In dem Ort Hartha kehren wir in den Flemminger Hof ein. Es gibt nur noch Einzelzimmer, obwohl in jedem Zimmer noch ein weiteres Bett steht. Aber es ist zu spät, eine Alternative zu suchen. So haben wir den ersten Tag gemeistert und uns Essen, Bier und Radeberger Bitter verdient.

TagStreckeDistanz
06.10.2013Hartha - Meuselwitz
86 km

In dem Hotel Flemminger Hof haben wir Einzelzimmer, und so kommen wir nach und nach zum Frühstück zusammen. Bei Heinz dauert das Zusammenpacken noch etwas länger, und so kommen wir erst nach 10 Uhr los. Heute ist es diesig, die Sonne hält sich erst einmal bedeckt.

Unser Hotel in Hartha
Unser Hotel in Hartha
Marktplatz und Stadtkirche in Hartha
Marktplatz und Stadtkirche in Hartha

Die Ortsmitte von Hartha bildet der breite Marktplatz, der von alten Gebäuden und der Stadtkirche umgeben ist. An der Frontseite steht eine Kirche; allerdings ist es an dem Sonntagmorgen recht ausgestorben.

Marktplatz und Froschbrunnen
Marktplatz und Froschbrunnen

Ein kurzer Fotohalt an dem Froschbrunnen, und dann fahren wir ein Stück zurück zur Zschopau.

Es geht weiter an Feldern vorbei durch eine hügelige Topografie.

Hügelige Landschaft
Hügelige Landschaft
Diedenhainer Viadukt
Diedenhainer Viadukt

Die Eisenbahnlinie unterqueren wir durch das wuchtige Diedenhainer Viadukt bei Kriebethal. Ein beschädigtes Wehr und die teilweise zerstörten Ufereinfassungen zeugen von dem Hochwasser im Frühsommer.

Wir fahren den Fluss Zschopau weiter bergan, erreichen den Ort Waldheim und haben hier den Blick auf das klassizistische Rathaus. Den Ort schauen wir uns genauer an; hier finden wir eine geschlossene Architektur aus der Gründerzeit vor.

Blick auf Waldheim und das Rathaus
Blick auf Waldheim und das Rathaus
Wehr an der Zschopau
Wehr an der Zschopau

Hier kommen wir an einem Wehr vorbei, mit dem der Wasserstand der Zschopau reguliert wird.

Auf der Pöppelmannbrücke überqueren wir die Zschopau, und dahinter liegt das imposante Jugendstil-Rathaus. Davor steht eine kursächsische Distanzsäule und im Hintergrund die Nicolai-Kirche.

Waldheim
Waldheim
Reste der Schmalspurbahn in Kriebethal
Reste der Schmalspurbahn in Kriebethal

Wir fahren den Fluss weiter bergan und erreichen den Ort Kriebethal. Die alte Eisenbahnbrücke war am Vortag mit großem Brimborium als Fuß- und Radweg wieder freigegeben worden.

Ein Einheimischer berichtet von der dortigen Papierfabrik, die einst die größte Deutschlands gewesen sein soll. Nach der Wende ist sie erfolgreich privatisiert worden, und die Mitarbeiter sind sozial gut versorgt worden.

Informationsaustausch
Informationsaustausch
Burg Kriebstein
Burg Kriebstein

Hinter dem Ort geht es sehr steil bergan, und von der Hauptstraße hat man einen Blick zurück auf die mittelalterliche Burg mit steil aufragenden Mauern.

Stausee Kriebstein
Stausee Kriebstein

Es geht weiter an den steilen Flusshängen mit dichterer Bewaldung. Von oben können wir auf den Stausee Kriebstein blicken, an dessen Ufer sich Campingplätze und Datschensiedlungen befinden.

Bei Ringethal erreichen wir wieder das Zschopauufer, und wir passieren das ehemalige Herrenhaus bzw. die Mühlenanlage.

Ringethal
Ringethal
Hängebrücke bei Ringethal
Hängebrücke bei Ringethal

Diese kleine Hängebrücke führt zum anderen Ufer.

Die Zschopau ist wohl wegen des Mühlenbetriebs hier angestaut. Wir können nun auf einer stillgelegten Bahntrasse am Zschopauufer weiterradeln.

Der eingewachsene Wasserhahn
Der eingewachsene Wasserhahn
Wasserkraftwerk Mittweida
Wasserkraftwerk Mittweida

Wir folgen der Trasse bis zum Wasserkraftwerk Neudörfchen.

Dieser historische Bus kommt uns bei Mittweida entgegen.

Zschopaubrücke
Zschopaubrücke

Wir erreichen dann bei Mittweida ein großes Natursteinwerk und fahren in das Zentrum. Von der alten Bausubstanz sind viele Häuser in einem zerfallenen Zustand und unbewohnt. Der Ort wirkt am Sonntagvormittag recht verlassen.

Mittweida
Mittweida

Es geht bergan unter der Eisenbahnstrecke entlang; die Restindustriegebäude sind meist verlassen.

Altes Industriegebäude in Mittweida
Altes Industriegebäude in Mittweida
Plattenweg
Plattenweg

Es geht in westlicher Richtung weiter, und nun haben wir einen Plattenweg erwischt.

Benediktinerkloster
Benediktinerkloster

Es bleibt heute bedeckt, aber wir bleiben vom Regen verschont. Unsere Wegführung ist weiterhin hügelig. In Wechselburg schauen wir uns das Benediktinerkloster an.

Benediktinerkloster
Benediktinerkloster

Der Mönch kommt wohl gerade von der Pilgerreise zurück.

Benediktinerkloster
Benediktinerkloster

In der Klosterkirche.

Kettenriss
Kettenriss

Auf dem Anstieg hat Rainer einen Kettenriss; diesmal ist das Kettenschloss gerissen.

Reparatur
Reparatur

Werkzeug und Ersatzglieder sind vorhanden, so dass die Reparatur bald erledigt ist, und der Rest der Gruppe hat so nur kurze Zeit zum Verschnaufen.

Ölschmier
Ölschmier

Nach einer provisorischen Handwäsche geht es weiter. In Narsdorf überqueren wir die neue Autobahn A72, und wir erreichen danach ein größeres Waldgebiet hinter Altmörbitz.

Waldlitz
Waldlitz

Der Radweg im Waldgebiet südlich von Dolsenhain ist ausgesprochen schlecht: buckelig und mit groben Steinen bedeckt. Hier bei Waldlitz haben wir wieder Asphalt unter den Reifen.

Burg Gnandstein
Burg Gnandstein

Wir fahren jetzt auf Nebenstraßen und kommen an der Burg Gnandstein vorbei, die sich südlich von Kohren-Sahlis befindet.

Reifenpanne
Reifenpanne

Nächste Panne; Gerds Bereifung macht die schlechte Wegbeschaffenheit nicht mehr mit.

Schlangenbiss
Schlangenbiss

Ein Schlangenbiss im Schlauch zeugt von einem Durchschläger. Der Schlauch ist schnell gewechselt. Heinz nörgelt noch an jeder Abbiegung, das sei ein Umweg, aber nichtsdestotrotz erreichen wir nach einigen Kilometern Altenburg.

Hotel in Meuselwitz
Hotel in Meuselwitz

Zwischendurch gibt es noch eine warme Mahlzeit, und die letzten 10 km hinter Altenburg legen wir im Dunkeln zurück. Werner und Rainer sind sich einig, dass Steigungen im Dunkeln viel einfacher erklommen werden können. Offensichtlich ist es wohl so, dass das fehlende visuelle Bewusstsein für die Steigung den Leidensdruck mindert. Gegen 21 Uhr erreichen wir schließlich unser Hotel.

TagStreckeDistanz
07.10.2013Meuselwitz - Eberstedt
82 km
Frühstück
Frühstück

Am Morgen gibt es erst einmal ein anständiges Frühstück.

Hainberger See
Hainberger See

Bei der Ankunft im Dunkeln haben wir ja nichts vom Umfeld gesehen. Am Morgen schauen wir von dem Hotel auf den Hainberger See hinunter, und direkt unterhalb liegt eine Badestelle. Leider ist es auch heute wieder diesig, und das Wetter lädt nicht zum Baden ein.

Ringlokschuppen
Ringlokschuppen

An der Zufahrtsstraße liegen noch die Reste eines Verschiebebahnhofs und ein Ringlokschuppen, in dem gewerkelt wird; wir sehen eine Dampfspeicherlokomotive. Der Hainberger See und der nachfolgende Penkwitzer See sind Relikte des Braunkohletagebaus, der aber schon 1967 aufgegeben worden ist.

Braunkohle-Fördergefäß
Braunkohle-Fördergefäß

Dieser Förderbehälter erinnert an den Braunkohletagebau Spora.

Bockwitz
Bockwitz

Die Landschaft ist – wie immer – hügelig. Hier kommen wir an Bockwitz vorbei.

Bratwurststand in Zeitz
Bratwurststand in Zeitz

Gegen 11 Uhr erreichen wir die Stadt Zeitz. An der Bratwurstbude ordern wir für je 1,50 € Thüringer Bratwürste.

Thüringer Bratwurst
Thüringer Bratwurst

Die Wurst gibt es zumeist im Brötchen, und obendrauf kommt eine Portion Senf.

Wurstzertifikat
Wurstzertifikat

Der Besitzer beschreibt uns die Vorzüge der Thüringer Bratwurst; es soll die spezielle Gewürzmischung sein, die den besonderen Geschmack ausmacht.

Stadtbefestigung von Zeitz
Stadtbefestigung von Zeitz

Wir erreichen Zeitz und kommen an der historischen Stadtbefestigung vorbei.

Zeitz
Zeitz

In Zeitz treffen wir wieder auf einen historischen Stadtkern. Bedeutend ist das Schloss Moritzburg. In vielen Teilen der Stadt stehen Häuserruinen.

Schloss in Zeitz
Schloss in Zeitz

Wir erreichen das Schloss von Zeitz…

Schloss in Zeitz
Schloss in Zeitz

… und schauen uns den Bau noch etwas näher an.

Zeitz
Zeitz

Orientierung in Zeitz, und anschließend queren wir die Weiße Elster.

Bahntrasse Zeitz-Camburg
Bahntrasse Zeitz-Camburg

Hinter Zeitz gelangen wir auf die umgebaute Trasse der Bahnlinie Zeitz-Camburg. Der Radweg ist noch ganz neu, und der Asphalt scheint noch warm zu sein. Zuerst geht es kontinuierlich bis Droyßig bergan. Die Trasse führt abschnittsweise durch dicht bewaldetes Gebiet.

Bahnhof Droyßig
Bahnhof Droyßig

Hier passieren wir das schön restaurierte Gebäude des Bahnhofs Droyßig.

Bahntrasse Zeitz-Camburg
Bahntrasse Zeitz-Camburg

Die Strecke ist frisch asphaltiert.

Ende des freigegebenen Abschnittes
Ende des freigegebenen Abschnittes

Hinter Romsdorf ist der Weg noch nicht offiziell freigegeben worden; wir probieren ihn aber schon aus (no problem). Es geht jetzt immer bergab, teilweise durch dichte Waldgebiete.

Bahntrasse Zeitz-Camburg
Bahntrasse Zeitz-Camburg

Wir fahren wohl 12 km auf der sehr empfehlenswerten Bahntrasse.

Wasserturm
Wasserturm

Hier haben die Dampflokomotiven einst vor dem Anstieg Wasser aufgenommen.

Gänsekolonie
Gänsekolonie

In Crossen (bzw. Cauerwitz) verlassen wir die Trasse und kommen an der Gänsekolonie vorbei. Wir fahren dann neben dem Fluss Wethau weiter.

An der Wethau
An der Wethau

Auf der Strecke an der Wethau wurde es auch mal sehr eng.

Maisfelder
Maisfelder

Der Mais wird derzeit abgeerntet, und große Felderflächen sind bereits umgepflügt.

Marktplatz von Naumburg
Marktplatz von Naumburg

Naumburg hat eine sehr schöne historische Altstadt; hier passieren wir den Marktplatz.

Wenzelskirche
Wenzelskirche

Hier schauen wir uns die Wenzelskirche genauer an.

Naumburger Dom
Naumburger Dom

Den Naumburger Dom mit den vier Türmen schauen wir uns noch etwas genauer an.

Naumburg
Naumburg

Nochmal ein Blick zurück auf Naumburg.

Saale
Saale

Westlich von Naumburg fließt die Saale, und wir fahren auf dem Saaleradweg weiter.

Weinfelder an der Saale
Weinfelder an der Saale

An den Südhängen der Saale wird Wein angebaut.

Saale
Saale

Der Fluss führt gut Wasser.

Weinanbaugebiet
Weinanbaugebiet

Hier haben wir es schwarz auf weiß: Wir sind in dem Weinbaugebiet Saale-Unstrut.

Weinlokal
Weinlokal

In einem Weinlokal probieren wir den Federweißen und den Rotwein.

Weintraubenprobe
Weintraubenprobe

Wir dürfen die Weintrauben probieren, und der lange Werner ist der Richtige fürs Pflücken.

Bad Kösen
Bad Kösen

Weiter an der Saale entlang erreichen wir Bad Kösen; das Gradierwerk erkennt man von Weitem.

Gestängekunst
Gestängekunst

Auf dem Radweg unterqueren wir die Gestängekunst, mit der die Pumpe für das Gradierwerk angetrieben wurde.

Saale-Radweg
Saale-Radweg

Wir bleiben auf dem Saaleradweg; hier an dem Löwendenkmal ist es ein Radschiebeweg.

Anstieg zur Rudelsburg
Anstieg zur Rudelsburg

Wir bewältigen den Anstieg zur Rudelsburg.

Saalebergblick
Saalebergblick

Herrlicher Blick von der Anhöhe am Saaleufer.

Waldweg in der Dämmerung
Waldweg in der Dämmerung

Wir sind so hundert Meter über dem Flusslauf, und in der Dämmerung kommen wir vom Radweg ab. Wir landen auf einem steilen, holprigen und stufigen Wanderweg. Um enge Kurven müssen wir uns durch den Wald quälen. Langsam wird es dunkel, aber die Erfahrung lehrt, dass man im Dunkeln viel schneller vorankommt und Steigungen nicht mehr so recht wahrnimmt.

Rudelsburg und Saaleck
Rudelsburg und Saaleck

Wir erreichen die Rudelsburg, und hundert Meter weiter befindet sich die Burg Saaleck. Wir rasen durch Bad Sulza; die Sehenswürdigkeiten können wir nicht mehr so recht erkennen.

Hotel Ölmühle Eberstedt
Hotel Ölmühle Eberstedt

Mittlerweile sind wir an der Ilm, und nach einigen Kilometern erreichen wir unsere reservierte Unterkunft, die historische Ölmühle Eberstedt.

Ölmühle Eberstedt
Ölmühle Eberstedt

Die Mühle ist in den letzten Jahren sorgfältig instand gesetzt worden, und die Zimmer sind individuell eingerichtet. Das Restaurant befindet sich in dem Mühlengebäude, und das Wasserrad platscht auf der Flussseite.

TagStreckeDistanz
08.10.2013Eberstedt - Stützerbach
99 km
Ölmühle Eberstedt
Ölmühle Eberstedt

Am Morgen schauen wir uns die Eberstedter Mühle noch etwas genauer an, da es bei unseren späten Ankünften dunkel ist.

Ölmühle Eberstedt
Ölmühle Eberstedt

Ein Wasserrad ist natürlich zentraler Bestandteil einer alten Mühle.

schwimmende Holzhäuser
schwimmende Holzhäuser

Es gibt einen großen Spielplatz und schwimmende Holzhäuser auf einer Wasserfläche neben der Ilm, die man auch anmieten kann. Den Esel haben wir schon nachts gehört und die Mufflons gerochen…

Remisse
Remisse

xxxxx

Plattenweg
Plattenweg

Wir fahren durch die Ilm-Auen und finden noch Plattenwege aus der DDR-Zeit („Erichs Rache“). Der Fluss mäandert in dem breiten Tal.

Wickerstedt
Wickerstedt

Wir radeln weiter auf dem Ilmradweg nach Wickerstedt.

Schalker
Schalker

In Wickerstedt stoßen wir auf ein Haus, das mit Schalke-Utensilien bestückt ist: Schalke-Fahne, -Klingel, -Spruch, -Briefkasten, und das im tiefen Thüringen.

Apolda
Apolda

Wir erreichen die Stadt Apolda und rollen durch die Innenstadt und schauen uns die Architektur an. Viele Gebäude stammen aus der Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert, zu der Zeit, als die Städte prosperierten.

Betonplastik
Betonplastik

Diese Betonplastik lädt zum Klettern ein. Wir fahren dann am Sulzbach entlang und passieren eine Parklandschaft. Der heruntergeladene Track führt uns erst einmal von der Ilm weg.

Burg Kapellendorf
Burg Kapellendorf

Wir fahren durch hügeliges Gelände auf einer mäßig befahrenen Straße. Wir erreichen den Ort Kapellendorf, in dem eine große Wasserburg steht, die wir uns näher anschauen, bis Heinz zum Weiterfahren drängt.

Burg Kapellendorf
Burg Kapellendorf

Die Brücke zur Burg Kapellendorf.

Mellingen
Mellingen

Wir radeln durch das Weimarer Land und passieren Dörfer und Kleinstädte, Lehnstedt, Mellingen, wobei wir auf der Autostraße fahren.

Buchfart
Buchfart

Wir kommen durch den Ort Buchfart.

Holzbrücke in Buchfart
Holzbrücke in Buchfart

Hier gibt es eine historische Holzbrücke über die Ilm, die 1816–1818 errichtet worden ist.

Restaurant Lindenbaum
Restaurant Lindenbaum

Werner bekommt schon wieder Hunger, aber die Restaurants im Umfeld haben geschlossen. Dann probiert es Werner im Lindenbaum in Hetschburg; freudig erregt kommt er heraus: Das Restaurant hat auf. Dreimal Spaghetti mit Steinpilzen in Sahnesauce und einmal Bauernfrühstück. Danach ist die Welt wieder in Ordnung.

Das Blaue Schloss
Das Blaue Schloss

In Mellingen treffen wir wieder auf die Ilm, und wir folgen dem Ilmradweg. Auf schmalen Wegen passieren wir kleine Dörfer, und in Tannroda kommen wir an dem Blauen Schloss vorbei.

Bad Berka
Bad Berka

Unser Weg führt durch Bad Berka und wir radeln weiter auf dem Ilmradweg.

Eisenbahnviadukt
Eisenbahnviadukt

Hier passieren wir das Eisenbahnviadukt bei Stadtilm.

Soleförderturm
Soleförderturm

In Singen wird auf die dortige Brauerei hingewiesen. An dem Radweg stoßen wir auf steile Türme, die mit Teerpappe bedeckt sind. Es handelt sich hier um Fördertürme für die Soleförderung.

An der Ilm
An der Ilm

Wir kommen an den verfallenen Gebäuden an dem Fluss entlang; ob es mal eine Mühle war?

Baustelle
Baustelle

Bei Gräfinau-Angstedt wird eine neue Hochgeschwindigkeitsbahn gebaut; neue Betonbrückenbauwerke überbrücken die Täler. Der Ilm-Radweg wird auf einer neuen Trasse angelegt. Der Radweg im Anschluss wird gerade neu asphaltiert; der Fahrer der Asphaltmaschine schaut uns ganz grimmig an – er befürchtet wohl, dass wir über den neuen Asphalt fahren. So geht es erst einmal über eine Weidefläche als Umleitung weiter.

Alter Bahnhof bei Ilmenau
Alter Bahnhof bei Ilmenau

Dann kommen wir auf einen neu angelegten Bahntrassenradweg, der uns nach und durch Ilmenau leitet. Hinter Ilmenau geht es dann kontinuierlich bergauf. Unser Weg hinter Manebach ist erst asphaltiert, und dann folgt eine Passage auf einem unbefestigten Stück durch den Wald. Mittlerweile wird es mal wieder dunkel; aber unser helles Licht reicht für die Ausleuchtung aus.

Im Dunkeln
Im Dunkeln

Wir sind wohl im Thüringer Wald gelandet. Danach erreichen wir den Ort Stützerbach, in dem wir von unterwegs Zimmer in einer Pension gebucht haben. Unnötigerweise fahren wir noch einen Berg hinauf – dann wieder runter – und 1 km weiter erreichen wir die Pension Eintracht. Wir haben immerhin 1000 Höhenmeter und fast 100 km geschafft, und wir sind zufrieden.

Die letzten Meter
Die letzten Meter

An dem Abend berichtet der Ober eindrucksvoll von alten DDR-Zeiten, inklusive seinem persönlichen Zusammentreffen mit Walter Ulbricht (der soll das Porzellan gelobt haben, das allerdings aus Italien importiert war).

TagStreckeDistanz
09.10.2013Stützerbach - Gleussen
91 km
Pension Eintracht
Pension Eintracht

Gerd und Werner sind natürlich wieder die ersten vor der Tür und drängen Heinz und Rainer zum Aufsatteln. Im Hellen kann man unser Pensionsgebäude erst einmal richtig wahrnehmen.

Stützerbach
Stützerbach

Gegen 10 Uhr geht’s dann los; und erst einmal weiter bergan über die Landstraße zum Rennsteig.

Anstieg
Anstieg

In Serpentinen geht es in die Höhenlagen des Thüringer Waldes.

Rennsteigbahnhof
Rennsteigbahnhof

Wir erreichen dann den Rennsteigbahnhof, an dem historische Waggons abgestellt sind. Bis 1996 gab es einen fahrplanmäßigen Zugverkehr; jetzt gibt es noch Museumszugfahrten.

Rennsteigbahnhof
Rennsteigbahnhof

Auf dem Bahnhofsgelände sind einige historische Waggons abgestellt.

Hinweis
Hinweis

Das Zeichen weist auf den Rennsteigradweg, der meistens über geschotterte und oft steile Wege führt.

Straße durch den Thüringer Wald
Straße durch den Thüringer Wald

Wir fahren erst einmal auf der Straße, wo nicht allzu viel Verkehr herrscht. Zwischendrin gibt es auch mal Abfahrten bis zum nächsten Anstieg.

Pause
Pause

Die Sitzgruppe an der Landstraße lädt erst einmal für eine Stärkung auf der Bergetappe ein.

Freie Höhenlage
Freie Höhenlage

Unser Weg führt durch dichtes Waldgebiet nach Neustadt am Rennsteig. Jetzt sind wir fast oben auf einer Höhenlage von 800 m.

Aussichtspunkt
Aussichtspunkt

Wir halten an einem Aussichtsplatz. Allerdings ist die Fernsicht wegen des diesigen Wetters eingeschränkt.

Neustadt
Neustadt

Unser Weg führt durch Neustadt am Rennsteig.

Anstieg
Anstieg

Hinter Neustadt nehmen wir die Straße nach Gießübel statt dem Weg über den Rennsteig. Es gibt eine tolle Abfahrt durch bewaldetes Gebiet; allerdings mit dem Nachteil, dass wir uns 250 Höhenmeter wieder zum Rennsteig hinaufquälen müssen. Die Masserberger Straße hat enge Serpentinen.

Masserberg
Masserberg

Wir erreichen den Ort Masserberg und halten erst einmal am Rathaus.

Bratwurststand
Bratwurststand

Hier hat man einen weiten Blick über den Thüringer Wald. Eine große Therme soll die Touristen anlocken. Wir werden eher von der Bratwurstbude angelockt. Hier in der Höhenlage herrscht ein scharfer Wind, und wir ziehen uns erst einmal wärmer an. Rainer streift nun auch die Beinlinge über und die Windjacke.

Rennsteigwarte
Rennsteigwarte

Hier in der Höhenlage herrscht ein scharfer Wind, und wir ziehen uns erst einmal wärmer an. Rainer streift nun auch die Beinlinge über und die Windjacke. Wir biegen auf den geschotterten Waldweg ein. Es geht immer noch weiter hoch auf dem geschotterten Rennsteigweg, bis wir einen Aussichtsturm auf 841 m an der höchsten Stelle erreichen.

Turmaufgang
Turmaufgang

Dann geht es noch 139 Stufen hinauf.

Schattenbilder
Schattenbilder

Die Kuppel ist verglast und es gibt interessante Schattenbilder.

Blick von der Rennsteigwarte
Blick von der Rennsteigwarte

Von oben haben wir – soweit das Wetter es zulässt – einen weiten Überblick über das Land. Auf der westlichen Seite sieht man das Oberbecken des Pumpspeicherwerks Goldisthal.

Rennsteig-Radweg
Rennsteig-Radweg

Dann geht es auf dem geschotterten Rennsteigweg mit rappelndem Fahrrad herab. Dieser Weg führt uns durch dichten Nadelwald.

Werrasee
Werrasee

In einer Wegkehre kommen wir an diesem romantisch gelegenen Waldsee vorbei, der von der in der Nähe entspringenden Werra gespeist wird. Wir fahren dann auf dem Werraradweg weiter durch den dichten Wald.

Rennsteigkarte
Rennsteigkarte

Wir radeln eine längere Strecke durch das Waldgebiet auf den ausgewiesenen Radwegen, die eher für Mountainbikes geeignet sind. In Sachsenbrunn stoßen wir wieder auf befestigte Wege und wir verlassen die Höhenlagen.

Schloss Eisfeld
Schloss Eisfeld

Weiter geht es nach Eisfeld und wir suchen das Schloss auf.

Zugang zum Schloss
Zugang zum Schloss

Hier werfen wir erst einen Blick in den romantischen Schlosshof.

Dreifaltigkeitskirche St. Nikolai in Eisfeld
Dreifaltigkeitskirche St. Nikolai in Eisfeld

Dann gibt es Kaffee und Kuchen, leider nur etwas ungemütlich im Stehcafe vor dem Supermarkt.

Görsdorf
Görsdorf

Es geht weiter in dem hügeligen Terrain zu dem kleinen Ort Görsdorf.

Mauerreste
Mauerreste

Hinter dem Ort verlief einst die innerdeutsche Grenze. Ein Rest der Sperranlage ist noch erhalten.

Grenzbahnhof
Grenzbahnhof

Dahinter auf bayerischem Gebiet befindet sich eine alte Bahntrasse mit Brückenbauwerken und einem liebevoll hergerichteten, ehemaligen Bahnhof, der immer noch am Ende der Welt liegt.

Coburg
Coburg

Von Weitem sehen wir die Veste Coburg auf dem Berg und wir passieren dann die Stadt. Auf unserem weiteren Weg durch Coburg fehlen Sehenswürdigkeiten, und so gab’s dann auch keinen Grund für einen Zwischenstopp. Bei der Ausfahrt aus der Stadt in westlicher Richtung geht es steil bergan; Heinz und Werner schieben. Heinz mosert, es hätte einen Weg ohne diesen Anstieg gegeben (wer’s glaubt, wird selig...).

Seßlach
Seßlach

Es geht dann vorwiegend auf dem Radweg Eisfeld-Bamberg weiter. Es geht über stärker befahrene Straßen und streckenweise auf kleineren Parallelwegen weiter. Es gibt noch einige kurze, heftige Anstiege.

Seßlach
Seßlach

Wir kommen nach Seßlach; Gerd meinte schon, dass wir uns den Ort anschauen sollten. Die Kleinstadt ist noch mit der Stadtmauer umgeben und an den Zugängen sind die Toranlagen noch weitgehend erhalten.

In Seßlach
In Seßlach

Es ist 17:30 Uhr und nach einigen Telefonaten reservieren wir 2 Doppelzimmer im 10 km entfernten Itzgrund. In Seßlach gehen wir erst einmal essen; uns wird der Rote Ochse empfohlen. Es gibt leckeres Essen mit frischen Zutaten und lokales trübes Bier.

Der Rote Ochse in Seßlach
Der Rote Ochse in Seßlach

Dann noch 8 Kilometer, und den Rest des Weges legen wir im Dunkeln zurück. Um 19:30 Uhr sind wir an der Unterkunft in Gleußen.

TagStreckeDistanz
10.10.2013Gleussen - Grafenrheinfeld
108 km
Start in Gleussen
Start in Gleussen

Am Morgen sieht es schon recht trüb aus; und bei der Abfahrt regnet es heftig. Die Regenjacken und Gamaschen kommen zum Einsatz. Wir folgen dem Lauf des Flusses Itz.

Breitengüssbach
Breitengüssbach

Ab Kaltenbrunn fahren wir parallel zur B4 auf einer stillgelegten Bahntrasse, die als solche kaum noch zu identifizieren ist. Es regnet heftig weiter, die Handschuhe werden langsam klamm und das Wasser findet auch seinen Weg an den Gamaschen vorbei.

Kleine Verschnaufpause
Kleine Verschnaufpause

In Breitengüssbach säumen größere Wasserflächen den Weg; und dann überqueren wir zum ersten Mal den Main. Wir sind im Auengebiet des Flusses.

Fußbekleidung
Fußbekleidung

Die Alternativen beim Regen: alles oder nichts!

Weg nach Bamberg
Weg nach Bamberg

Wir fahren durch Hallstadt und der Verkehr nimmt zu. Nach 10 km erreichen wir Bamberg. Wir fahren zum Dom, der auf einer Anhöhe liegt.

Krypta
Krypta

In dem Dom ist es trocken und wir suchen die Krypta auf.

Bamberg
Bamberg

Die Altstadt liegt zwischen dem Main und der Regnitzmündung. Von der Karolinenstraße gehen wir in Richtung des alten Rathauses.

Rathausbrücke
Rathausbrücke

Es geht über die Rathausbrücke.

Klein Venedig
Klein Venedig

Wir schauen auf die Häuserzeile von Klein Venedig am Ostufer der Regnitz. Am Obstmarkt suchen wir erst einmal ein Café auf und wärmen uns auf.

Altes Rathaus
Altes Rathaus

Besonderer Anziehungspunkt in der Altstadt ist das alte Rathaus auf der Insel der Regnitz.

Bahnhof Bamberg
Bahnhof Bamberg

Mitfahrer Werner hat einen beruflichen Termin und er muss sich leider ausklinken. Wir haben eine Verbindung mit Nahverkehrszügen herausgesucht. Gerd empfiehlt das Quer-durchs-Land-Ticket: mit 6 Tastenklicks schafft er es, dem Automaten das Ticket einschließlich Fahrradkarte und Fahrplan zu entziehen.

Startpunkt des Main-Donau-Kanals
Startpunkt des Main-Donau-Kanals

Das Trio fährt nun erst die Regnitz und dann den Main flussabwärts. Einige Kilometer unterhalb von Bamberg beginnt der Main-Donau-Kanal (obwohl es hier keinen eigenständigen neuen Kanalverlauf gibt).

Mainradweg
Mainradweg

Der Weg liegt im ersten Teilstück weiter vom Flussverlauf entfernt; meistens neben der Bahnlinie und vom Main ist vorerst nicht viel zu sehen.

Zeil
Zeil

Es regnet vorerst weiter, aber weniger heftig als am Vormittag. Die Sachen sind klamm und in dem Ort Zeil gönnen wir uns Kaffee und Kuchen. Der Ort hat ein ansprechendes Stadtbild mit vielen Fachwerkgebäuden. Ab hier verläuft der Radweg direkt am Fluss entlang, und der Weg ist ab hier attraktiver. Weiterer Vorteil: Der Regen hört auf und wir können endlich die Regenjacken einpacken.

Stadttor in Haßfurt
Stadttor in Haßfurt

Wir fahren durch Haßfurt; zuerst mal viele Einkaufsmärkte an der Bundesstraße und danach noch eine ansprechende Altstadt mit erhaltenen Stadttoren.

Sonnenuntergang am Main
Sonnenuntergang am Main

Wir kommen zügig voran; und auch Gerd ist vor der Kälte nicht ganz gefeit; erst kommen Socken zum Einsatz und jetzt noch eine lange Hose.

Main
Main

Der Main ist noch recht schmal; einmal begegnen wir einem Frachtschiff. Wir nutzen den Mainradweg und um 18 Uhr nähern wir uns Schweinfurt.

Ankunft in Grafenrheinfeld
Ankunft in Grafenrheinfeld

In Grafenrheinfeld haben wir eine Pension gebucht und nach dem Einchecken fahren wir zurück in das Zentrum des Ortes und kehren beim Italiener ein.

TagStreckeDistanz
11.10.2013Grafenrheinfeld - Wertheim-Bettingen
106 km
Grafenrheinfeld
Grafenrheinfeld

In Grafenrheinfeld haben wir eine sehr günstige Pension bekommen. Viele Privatpersonen bieten günstig Quartiere an. Diese Infrastruktur hat sich wohl wegen des Kernkraftwerkes in dem Ort entwickelt, da die Monteure Unterkünfte anfragen. An dem Morgen ist es sehr frisch; und die Kleidung der Vortage ist viel zu dünn. Grafenrheinfeld hat einen schönen Ortskern; in dem Fachwerkhaus im Vordergrund haben wir am Vorabend italienisch gegessen.

Beim Bäcker
Beim Bäcker

Frühstück gibt es beim örtlichen Bäcker.

Mainbrücke
Mainbrücke

Wir fahren wieder auf die rechte Mainseite...

Atomkraftwerk von Grafenrheinfeld
Atomkraftwerk von Grafenrheinfeld

Von der Brücke aus kann man das Atomkraftwerk von Grafenrheinfeld sehen.

Main
Main

Als Abkürzung nehmen wir die direkte Strecke nach Gemünden und lassen somit die Würzburger Mainschleife links liegen.

Schloss Werneck
Schloss Werneck

Nach etwa 10 km erreichen wir den Ort Werneck. Hier gibt es eine große Schlossanlage, die jetzt als Krankenhaus genutzt wird. Uns wird dann noch empfohlen, die Kapelle zu besichtigen, die von Balthasar Neumann ausgestattet wurde.

Schlosskirche Werneck
Schlosskirche Werneck

Wir besuchen die barocke Schlosskirche Werneck. Ein trockener Ort zwischendurch tut mal ganz gut.

Schraudenbach in Unterfranken
Schraudenbach in Unterfranken

Die Feuchtigkeit geht in Dauerregen über. Die Packtaschen werden immer leerer; das meiste ist jetzt am Körper. Rainer trägt z. B. ein Kurzarmtrikot, ein dünnes Langarmtrikot, ein weiteres Langarmtrikot, ein dickes Langarmtrikot und die Regenjacke. Zum Glück habe ich noch ein Paar weitere gefütterte Handschuhe in der linken Packtasche. Die sind aber später genauso wie die anderen Handschuhe durchnässt. Selbst Gerd kramt Strümpfe aus der Packtasche heraus. Aber zum Glück hat Lidl gerade Skihandschuhe im Angebot – ab Marktheidenfeld gibt es wieder trockene Handschuhe.

Wern-Radweg
Wern-Radweg

Unsere Abkürzung des Mainbogens ist eigentlich empfehlenswert (wenn es nicht so regnen würde...). Es gibt einen ausgewiesenen Radweg auf schmalen, meist befestigten Wegen, der dem Fluss Wern bis zur Mündung in den Main folgt. Die Route weist nur kürzere Steigungsphasen auf.

Gemünden
Gemünden

Bei Wernfeld erreichen wir den Main, und dann fahren wir noch einige Kilometer bis Gemünden.

Marktplatz Gemünden
Marktplatz Gemünden

Jetzt brauchen wir unbedingt einen warmen Zufluchtsort; den finden wir in einem Café. Hier stärken wir uns mit Kuchen, Cappuccino und viel Sahne.

Mainbrücke bei Gemünden
Mainbrücke bei Gemünden

Aber danach sind die Klamotten ja noch klammer und kälter als vorher. Wir überqueren den Main und fahren auf der linken Flussseite weiter. Es gibt einen asphaltierten separaten Radweg, und der Flussweg ist bei Radlern beliebt. Wir treffen auf einige weitere unverdrossene Radler, die sich in dickem Regenzeug bewegen.

Burg Rothenfels
Burg Rothenfels

In Hafenlohr haben wir noch einen schönen Blick auf die Burg Rothenfels. In Marktheidenfeld wird eingekauft und in Lengfurt machen wir uns Gedanken über den nächsten Übernachtungsplatz. Von den angefragten Pensionen im Umfeld erhalten wir erst einmal 15 Absagen; obwohl es objektiv langsam reichte mit dem Radfahren und den nassen Klamotten.

Main-Dämmerung
Main-Dämmerung

Aber dann erhalten wir doch noch eine Zusage für eine Privatpension in Wertheim-Bettingen. Dann tritt Heinz nochmal richtig in die Pedale und er muss dann ausgebremst werden, um nicht an dem Ort vorbeizufahren.

Ankunft
Ankunft

Unsere Vermieterin ist aber erst einmal entsetzt, als sie uns sieht. Alles versifft und dreckig. Sie wischt zuerst unsere Taschen ab und stattet die Zimmer mit Schutzabdeckungen aus. Danach wird gegessen und der Bericht geschrieben: 106 km bei dem Wetter sind doch auch nicht schlecht, und so haben wir unser Bier doch verdient.

TagStreckeDistanz
12.10.2013Wertheim-Bettingen - Seligenstadt
107 km
Main bei Wertheim
Main bei Wertheim

Gerd muss am Morgen Heinz und Rainer wecken, die um viertel nach acht noch friedlich schlummern. Chaos schon am Morgen: Erst sucht Heinz seine Allzweckschuhe, die Rainer eingepackt hat, und dann fehlt noch Heinz’ Warnweste, die unter den Stuhl gerutscht ist.

Wertheim
Wertheim

Am Morgen ist es trübe und feucht, aber noch regnet es nicht.

Wertheim
Wertheim

Wir radeln durch die Altstadt von Wertheim und werden von den Passanten wegen unzulässigen Radelns angesprochen. Nachdem wir unsere Bordkasse an der Bank aufgebessert haben, verlassen wir den Ort.

Burg Wertheim
Burg Wertheim

Hier noch ein Blick auf die Burgruine Wertheim und dann verlassen wir die Stadt und wechseln auf die rechte Flussseite.

Freudenberg
Freudenberg

Wir fahren dann auf dem separaten asphaltierten Radweg den Main hinab. Der Fluss schlängelt sich durchs Land. Wir fahren dann weiter nach Freudenberg. Hier treffen wir auf die Burg Freudenberg mit einer markanten, teilweise erhaltenen Mauer, die sich den Berg hinaufzieht.

Sandwerk
Sandwerk

Dann treffen wir auf Förderanlagen, an denen Sand gewonnen und auf Schiffe verladen wird.

Miltenberg
Miltenberg

Der nächste größere Ort ist Miltenberg; hier kehren wir in ein Café ein und es gibt Cappuccino und Sahnetorte und wir machen uns erste Gedanken über die Rückreise. In dem Café stellt sich heraus, dass Heinz ein rotes und dickeres Auge hat. Wir vermuten, dass der kalte Fahrtwind der letzten Tage dem Auge zugesetzt hat. Heinz entschließt sich, die Heimfahrt anzutreten. Er hat eine längere Strecke über Kassel, Warburg und Hamm vor sich.

Mainbrücke Miltenberg
Mainbrücke Miltenberg

Um 14 Uhr verlassen wir das Café und bringen Heinz zum Bahnhof. Es regnet mittlerweile recht heftig. Das Duett, Gerd und Rainer, setzt die Fahrt unbeirrt fort.

Schloss Löwenstein
Schloss Löwenstein

In Kleinheubach passieren wir im Regen das Schloss Löwenstein. Es regnet und über dem Main liegt ein Nebelschleier. Dann trifft man auch noch einen in Regenklamotten eingepackten Reiseradler; zur Begrüßung: „Noch ein Bekloppter unterwegs!“

Regen-Outfit
Regen-Outfit

Die Feuchtigkeit hat mittlerweile Gamaschen, Schuhe und Strümpfe durchdrungen. Dafür hält die Goretex-Jacke gut dicht. Da beim Rainer mittlerweile 3 Paar lange Handschuhe zur Verfügung stehen, kann er zwischendurch die Handschuhe wechseln. Die Temperatur an der Digitalanzeige zeigt 6°C.

Werft
Werft

Auf der gegenüberliegenden Flussseite kommen wir an einer Schiffswerft vorbei; ein einsamer Angler versucht im Regen sein Glück.

Wörth
Wörth

Auf unserer Flussseite liegt Wörth. Die Häuser am Ufer reihen sich an einer langen Mauer auf, die als Überflutungsschutz dient. Neben den Fensteröffnungen sind Stahlplatten befestigt, die bei Hochwasser vor die Gebäudeöffnungen angebracht werden.

Hinweisschild
Hinweisschild

Wir passieren Großwallstadt, die Stadt des Handballs, und in Niedernberg, an der Überdachung eines Fußballplatzes, legen wir eine Pause ein und machen uns Gedanken über die Übernachtungsmöglichkeit für die kommende Nacht. Langsam reicht es mit dem Regen und wir reservieren ein Zimmer in Seligenstadt. Am nächsten Hinweisschild wird uns gewahr, dass Seligenstadt nicht hinter der nächsten Ecke liegt.

Aschaffenburg
Aschaffenburg

Wir passieren erst noch Aschaffenburg, und vom Main kann man das Schloss gut sehen; das allerdings im Nebelschleier liegt. Der Regen hat mittlerweile aufgehört, aber unsere Klamotten sind nass. Lieber weiterfahren, um nicht abzukühlen.

Engstelle
Engstelle

Hier noch die Engstelle des Mainradweges unterhalb der Burg in Aschaffenburg.

Seligenstadt
Seligenstadt

Dann nochmal bei Karlstein die Flussseite wechseln und wir erreichen Seligenstadt.

Marktplatz Seligenstadt
Marktplatz Seligenstadt

Nach dem Einkauf bei REWE erreichen wir im Dunkeln unser reserviertes Hotel „Gasthof zum Riesen“, das im Zentrum am historischen Marktplatz liegt.

TagStreckeDistanz
13.10.2013Seligenstadt - Frankfurt (Main)
41 km
Marktplatz am Morgen
Marktplatz am Morgen

Am Morgen weckt uns das Kirchengeläut. In dem Hotel gibt es kein Frühstück, aber auf der anderen Seite des Marktplatzes befindet sich eine Bäckerei, die von vorhergehenden Radtouren gut bekannt ist.

Seligenstadt
Seligenstadt

Dort gibt es ein ganz großes Frühstück mit 3 Brötchen für jeden, und so zieht sich das Frühstück über eine Stunde hin. Seligenstadt hat eine historische Altstadt und ist für einen Zwischenstopp zu empfehlen.

Kohlekraftwerk Hainburg
Kohlekraftwerk Hainburg

Nach 3 Regentagen dringt endlich wieder die Sonne durch, aber es ist am Morgen noch frisch. Wir fahren weiter auf der linken Mainseite und haben erst einmal den Hanauer Hauptbahnhof im Visier. Bei Hainburg passieren wir ein großes Kohlekraftwerk.

Ehemalige Eisenbahnbrücke bei Hanau
Ehemalige Eisenbahnbrücke bei Hanau

In Hanau queren wir auf einer ehemaligen Bahnbrücke den Fluss und bei unserer 11-Uhr-Pause reift der Plan weiterzufahren. Es ist herrliches Radfahrwetter, das zum weiteren Radeln animiert.

Mainradweg bei Hanau
Mainradweg bei Hanau

Der Mainradweg führt zum überwiegenden Teil auf einem separaten asphaltierten Weg und ist sehr gut befahrbar. Da alles ohne Steigungen verläuft, kommen wir auch schnell voran.

Steinheim
Steinheim

Wir kommen nach Hanau und an der historischen Stadtbefestigung von Steinheim vorbei.

Schloss Philippsruhe
Schloss Philippsruhe

Auf der gegenüberliegenden Seite sehen wir bei Hanau das Schloss Philippsruhe. Neben den historischen Gebäuden gibt es große Hafenanlagen und Industriekomplexe. Der Schiffsverkehr auf dem Fluss nimmt zu.

Offenbach
Offenbach

In Offenbach führt der Weg direkt durch die Stadtmitte. Auf dem Uferweg wird es lebhafter; es findet gerade der Halbmarathon „Offenbacher Mainlauf“ statt. Die Verpflegungsstationen werden zwar schon abgebaut, aber immer noch kommen uns Läufer entgegen.

Mainradweg
Mainradweg

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Mainradweg nach Frankfurt
Mainradweg nach Frankfurt

An dem Ufer sind Hausboote mit Restaurationen und Freizeitangebote zu finden. Jogger, Radler und Sonntagsspaziergänger kommen uns entgegen.

Neubau der Europäischen Zentralbank
Neubau der Europäischen Zentralbank

Die Skyline Frankfurts kommt immer näher, und wir fahren erst einmal weiter bis zum Zentrum.

Mainhatten
Mainhatten

Dann wechseln wir das Ufer, fahren ins Zentrum und erreichen bald den Frankfurter Hauptbahnhof.

Frankfurt City
Frankfurt City

Mit dem Schöne-Wochenende-Ticket nehmen wir die Rückfahrt über Siegen und Köln auf. Wir rechnen zusammen und kommen auf eine Fahrstrecke von 802 km von Dresden nach Frankfurt/Main. Jedenfalls wird die Tour als „Regentour“ in die Annalen eingehen.