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Frühjahr 2014

von Linz am Rhein nach Ulm

Linz/Rhein – Hunsrück- Kaiserlautern – Bad Bergzabern – Rheinau – Offenburg – Schwarzwald - Hornberg – Tuttlingen – Sigmaringen – Ehingen – Ulm

Datum:
Strecke:
Kamp-Bornhofen - Winterburg
Streckenlänge:
85 km
Bild
Beim Frühstück sind alle wieder fit (mal abgesehen von der Reibeisenstimme von Heinz und Klaus). Um 9:45 Uhr fahren wir los. Das Rheintal liegt noch im Nebel, doch darüber scheint die Sonne bereits kräftig.
Wir fahren auf dem Radweg direkt neben dem Rhein und erblicken Bad Salzig auf der anderen Flussseite. An diesem Sonntagmorgen ist die Straße nur wenig befahren.
Nach einigen Kilometern erreichen wir in St. Goarshausen die Rheinfähre. Der Nebel lichtet sich, weshalb die langen Trikots ausgezogen werden.
Wir queren den Rhein und gelangen nach St. Goar.
Wir fahren ein kurzes Stück rheinabwärts, und dann biegen wir in die Berge ab.
Auf einer Nebenstraße am Gründelbach führt die Route heftig bergauf, woraufhin die Gruppe etwas auseinanderfällt.
Es folgen noch einige Serpentinen, bis die Ersten in Hungenroth den Hochpunkt bei 500 Höhenmetern erreichen.
Da Klaus etwas abgeschlagen ist, legen wir eine Pause ein und Werner gönnt sich sein erstes Bier.
Nach etlichen Minuten taucht auch Klaus auf; er musste sein Rad auf einem Teilstück schieben.
Dann zieht eine größere Radfahrgruppe (in Sebamed-Trikots) vorbei. Wir feuern die Radler mit unseren Trillerpfeifen und Rufen an, wodurch sie gleich noch einmal richtig Gas geben.
Jetzt läuft es wieder flüssiger.
Die Speichen von Werners Hinterrad geben immerzu reibende Metallgeräusche ab. Das Fahrrad ist neu, und wir sind uns über die Ursache noch nicht einig: Ist die Vorspannung der Speichen bei der vorhandenen Überdicke zu gering?
Entsprechend unserem Track folgen wir hinter Hungenroth einem kurzen Feldweg und gelangen so auf den Schinderhannes-Radweg, auf dem wir fast 38 km zurücklegen. Die Strecke ist durchgehend asphaltiert und verläuft moderat abwechselnd auf und ab.
Die Route ist sehr attraktiv: glatter Asphalt, gute Ausschilderung, informative Hinweistafeln sowie historische Bahnaccessoires am Wegesrand. Die ehemalige Bahntrasse führt in weiten Bögen durch den Hunsrück.
Am Bahnhof von Pfalzfeld lässt uns Werner nicht mehr weiterfahren, denn in dem alten Gebäude hat sich eine Gaststätte etabliert. Davor stehen historische Eisenbahnwaggons und der alte Wasserkran für die Dampfloks. Es gibt Leberkäs mit Kartoffelsalat und für Werner eine Kartoffelsuppe als Vorspeise.
Links und rechts erstrecken sich größere Waldgebiete sowie landwirtschaftlich genutzte Flächen. Die Tour führt uns durch den Ort Kastellaun und weiter nach Külz.
Hier durchfahren wir sogar einen echten, 80 Meter langen Tunnel.
In Simmern ist dann Schluss mit dem Bahntrassenradeln. Dort legen wir (schon wieder) eine Pause mit Kaffee und Kuchen ein, während ein Gast vom Nachbartisch ein Erinnerungsfoto von uns schießt.
Durch Riesweiler gelangen wir nach Argenthal. Auf Nebenstraßen durchqueren wir in südlicher Richtung ein leicht hügeliges, meist offenes Terrain.
Von Argenthal aus bewältigen wir den zweiten Anstieg des Tages hinauf auf 600 Höhenmeter in den Soonwald. Nach dem Erreichen der Kuppe schließt sich eine rasante Abfahrt mit 40 bis 50 km/h an (unsere Spitzengeschwindigkeiten variieren zwischen 52,3 und 53,7 km/h). Heinz muss ein wärmendes Trikot überziehen; um wieder Anschluss an die Gruppe zu erlangen, stopft er die Lücke laut eigenen Angaben mit 60 km/h zu (allerdings neigt Heinz zum Übertreiben).
Am Münchwald steigt die Strecke noch einmal leicht an. Kurz vor Winterbach biegen wir links ab und stehen schließlich vor der Winterburg.
Unser Hotel Beck erblicken wir unten im Tal, sehen aber zunächst keinen Weg dorthin.
Huch, wieder zurück oder was? Letztendlich finden wir einen schmalen Fußweg, über den wir ins Tal hinab gelangen.
Dort treffen wir im Hotel unsere Bochumer Glühweinstand-Freunde Volker, Max und Eva. Wir verbringen einen tollen Abend zusammen, weshalb Rainer keine Zeit findet, den Tagesbericht fertigzustellen. Dies gelingt ihm erst nach Mitternacht, als alle Korrekturleser längst schlafen.