Beim Frühstück sind alle wieder fit (mal abgesehen von der Reibeisenstimme von Heinz und Klaus). Um 9:45 Uhr fahren wir los. Das Rheintal liegt noch im Nebel, doch darüber scheint die Sonne bereits kräftig.
Nach einigen Kilometern erreichen wir in St. Goarshausen die Rheinfähre. Der Nebel lichtet sich, weshalb die langen Trikots ausgezogen werden.
Es folgen noch einige Serpentinen, bis die Ersten in Hungenroth den Hochpunkt bei 500 Höhenmetern erreichen.
Entsprechend unserem Track folgen wir hinter Hungenroth einem kurzen Feldweg und gelangen so auf den Schinderhannes-Radweg, auf dem wir fast 38 km zurücklegen. Die Strecke ist durchgehend asphaltiert und verläuft moderat abwechselnd auf und ab.
Am Bahnhof von Pfalzfeld lässt uns Werner nicht mehr weiterfahren, denn in dem alten Gebäude hat sich eine Gaststätte etabliert. Davor stehen historische Eisenbahnwaggons und der alte Wasserkran für die Dampfloks. Es gibt Leberkäs mit Kartoffelsalat und für Werner eine Kartoffelsuppe als Vorspeise.
Durch Riesweiler gelangen wir nach Argenthal. Auf Nebenstraßen durchqueren wir in südlicher Richtung ein leicht hügeliges, meist offenes Terrain.
Von Argenthal aus bewältigen wir den zweiten Anstieg des Tages hinauf auf 600 Höhenmeter in den Soonwald. Nach dem Erreichen der Kuppe schließt sich eine rasante Abfahrt mit 40 bis 50 km/h an (unsere Spitzengeschwindigkeiten variieren zwischen 52,3 und 53,7 km/h). Heinz muss ein wärmendes Trikot überziehen; um wieder Anschluss an die Gruppe zu erlangen, stopft er die Lücke laut eigenen Angaben mit 60 km/h zu (allerdings neigt Heinz zum Übertreiben).
Am Münchwald steigt die Strecke noch einmal leicht an. Kurz vor Winterbach biegen wir links ab und stehen schließlich vor der Winterburg.
Huch, wieder zurück oder was? Letztendlich finden wir einen schmalen Fußweg, über den wir ins Tal hinab gelangen.