05. April
06. April
07. April
08. April
09. April
10. April
11. April
12. April

Frühjahr 2014

von Linz am Rhein nach Ulm

Linz/Rhein – Hunsrück- Kaiserlautern – Bad Bergzabern – Rheinau – Offenburg – Schwarzwald - Hornberg – Tuttlingen – Sigmaringen – Ehingen – Ulm

Datum:
Strecke:
Winterburg - Johanniskreuz
Streckenlänge:
95 km
Bild
Werner ist ganz überrascht, dass die Sonne scheint. Die ganze Nacht über hat er Wasser rauschen gehört; allerdings hatte es nicht geregnet, sondern es war der Bach im Tal. Wir haben herrliches Wetter, es soll an diesem Tag noch 26 °C heiß werden.
Die Route verläuft durch Winterburg, das in einem engen Tal liegt. Wir radeln zunächst ein Stück auf der Landstraße entlang und wechseln dann auf einen separaten Radweg durch den Wald.
In Bockenau stoßen wir auf einen wiederaufgebauten Schmalspurbahnhof. Dort stehen eine Dampflokomotive und einige Waggons. Einst fuhren die Züge von der Tongrube bei Winterburg bis nach Bad Kreuznach.
Das war die Aussicht des Lokführers.

Gegenüber dem Bahnhof befindet sich eine größere Gesenkschmiede, wie uns ein einheimischer Rentner erzählt.
Auf der Landstraße radeln wir durch ein waldreiches Gebiet nach Waldböckelheim.
Dort entdecken wir sogar einen Fahrradhändler, den Werner geradewegs ansteuert. Sein Hinterrad knarzt unaufhörlich. Der Mechaniker zieht die Speichen nach – jetzt herrscht endlich Ruhe.
Auf der wenig befahrenen Landstraße rollen wir weiter zur Nahe, an die wir bei Boos stoßen.
Am Flussufer verläuft die Nahetalbahn. Der Radweg führt direkt neben dem Wasser und der Eisenbahnstrecke entlang.
Wir passieren die Klostermühle und erreichen kurz danach die Glanmündung.
An dieser Stelle überqueren wir den Fluss auf einer alten Eisenbahnbrücke. Hier fährt zwar kein Zug mehr, aber die Trasse wird für den Draisinenverkehr genutzt. Der Radweg kreuzt die Gleise im weiteren Verlauf mehrfach.
Die Strecke ist durchgehend asphaltiert und sehr empfehlenswert. Wir kommen an alten Bahnhöfen vorbei und durchqueren kleine Ortschaften. Historische Sandsteinbrücken überspannen das Gewässer.
Es ist 12:30 Uhr: In Raumbach entdecken wir einen alten Bahnhof mit einem Picknickplatz.
Da können wir unmöglich einfach weiterfahren. Wir haben uns zuvor Brötchen und lokalen Rotwein besorgt, zudem sind Wurst und Käse noch vorhanden. Es gibt also ein zweites Frühstück. Außer Gerd haben alle einen großen Becher im Repertoire; Gerd muss sich mit einem Schnapsglas zufriedengeben, darf dieses dafür aber öfter auffüllen.
Plötzlich nähert sich eine Draisine. Da die Räder von Heinz und Werner zu nah an den Gleisen stehen, müssen die beiden ihre Vehikel schnell beiseiteschieben.
In Meisenheim treffen wir erneut auf einen historischen Bahnhof, an dem Draisinen abgestellt sind. Eine größere Gruppe Italiener entert gerade die Gefährte.

Wir radeln noch ein längeres Teilstück am Glan entlang bis Lauterecken. Dort gibt es einen in Betrieb befindlichen Bahnhof und eine Eisdiele, der wir einen Besuch abstatten.

Anschließend setzen wir unseren Weg auf dem Radweg durch das Lautertal fort. Dieser verläuft auf einer separaten Trasse neben der Bundesstraße 270.
Je mehr wir uns Kaiserslautern nähern, desto schlechter wird die Wegstrecke. Die Piste ist hier meist unbefestigt, zudem müssen wir öfter abbiegen und andere Straßen überqueren.

In Kaiserslautern kommen wir am Gelände der Gartenschau vorbei, die hier gerade in die Saison gestartet ist. Gerd stellt treffend fest, dass der Park doch recht klein bemessen sei.

Am ehemaligen Bahngelände steuert Werner sofort einen Biergarten an, während Rainer sich erst einmal im Brunnen abkühlt. Allerdings wird Werner nicht alle Biere los: Er muss noch eines extra trinken und eines abfüllen.
Wir durchqueren anschließend Kaiserslautern und müssen dabei eine große, zentrale Baustelle umkurven, an der das neue Einkaufszentrum entstehen soll.
In südlicher Richtung verlassen wir die Stadt und tauchen in den dichten Pfälzerwald ein. Es geht etwa 15 km moderat bergan durch das Forstrevier, erst auf der L 504 und dann auf der B 48. Die Strecke ist nicht allzu verkehrsreich, allerdings nerven die Motorradfahrer mit ihrem Lärm und Imponiergehabe.
Schließlich erreichen wir die Siedlung Johanniskreuz, wo wir unsere Zimmer gebucht haben. Wir stellen die Räder draußen ab, da der Wirt tatsächlich noch 2 € extra für einen Fahrradabstellplatz in der Garage verlangt (so etwas habe ich wirklich zum ersten Mal erlebt). Beim anschließenden Abendessen folgt dann sogleich der nächste Aufpreis für den Salat zum mäßigen Wildschweinbraten.