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Frühjahr 2014

von Linz am Rhein nach Ulm

Linz/Rhein – Hunsrück- Kaiserlautern – Bad Bergzabern – Rheinau – Offenburg – Schwarzwald - Hornberg – Tuttlingen – Sigmaringen – Ehingen – Ulm

Datum:
Strecke:
Johanniskreuz - Haguenau
Streckenlänge:
99 km
Bild
Wieder ein sonniger Morgen, aber es ist noch kühl. Wir müssen mit der Kleidung etwas experimentieren, damit sich die richtige Wohlfühltemperatur einstellt.
Hinter Weitbruch folgt noch einmal ein letzter, steiler Anstieg auf einem matschigen Weg, ehe wir die Rheinebene erreichen.
Von der Anhöhe aus können wir zwischen den Schornsteinen hindurch das Straßburger Münster entdecken.
Unser Wetterfrosch Heinz analysiert die aktuelle Wolkenlage: Er sichtet sich auflösende Cumulus-humilis-Wolken (die klassischen Schönwetterwolken) sowie in weiter Ferne Eiskristallwolken im Norden. Sein Fazit: Wir befinden uns in der perfekten Schönwetterzone. So oder so wird es ein herrlich sonniger Tag.
Es ist 11 Uhr – höchste Zeit, dass der Schnaps (Williams-Christ-Branntwein, auch „Bretterknaller“ genannt) gereicht wird. Wir rollen durch die flache Ebene, passieren einige Dörfer und durchqueren diverse Industriegebiete. Hinter Gambsheim erreichen wir die Rheinbrücke. Teils auf Radwegen, teils inmitten von Lastwagen überqueren wir den Strom und befinden uns sogleich wieder auf deutschem Boden. Kurz darauf biegen wir bei Rheinau auf ruhigere Nebenstraßen ab.
Unterwegs im elsässischen Flachland Richtung Rhein.
Rast auf dem Weg zur Grenze.
Wir tauchen ein in die Rheinauen vor den Deichen. Zunächst durchqueren wir einen dichten Auenwald, danach radeln wir auf befestigten Wegen entlang klarer Entwässerungsgräben. Die Bäume blühen prächtig und die Wiesen leuchten in sattem Grün.
Es ist 13 Uhr; bei Urloffen legen wir unsere wohlverdiente Mittagspause ein. Es gibt frisches Baguette und dazu Côtes du Rhône. Mittlerweile ist es deutlich wärmer geworden, sodass wir die langen Trikots und Beinlinge im Gepäck verstauen können.
Für fünf durstige Radler erweist sich der handliche Weincontainer als genialer Fund, der sich problemlos auf dem Gepäckträger verstauen lässt.
Weiterfahrt Richtung Offenburg.
Es geht stets an der Bahntrasse entlang nach Offenburg, wo wir schließlich in das malerische Kinzigtal abzweigen.
Am Talzugang umkurven wir die Burg Ortenberg. Im Tal passieren wir zahlreiche Obstplantagen; Kirsch- und Apfelbäume stehen in voller Blüte. Der Kinzigtalradweg verläuft überwiegend auf eigenen Radwegen, führt stellenweise jedoch auch direkt neben der Hauptstraße entlang. Immer wieder müssen wir sowohl die Kinzig als auch die Bahngleise queren.
Mit dem Fahrrad ist man zum Glück flexibel genug, um bei Bedarf schnell mal den Kurs anzupassen.
Wir erreichen Gengenbach, das mit einer wunderschönen historischen Altstadt und einem alten Stadttor begeistert.
Wir steuern eines der einladenden Cafés an, genießen eine Tasse Kaffee und dazu ein Stück original Schwarzwälder Kirschtorte. Im Freien sitzend lassen wir uns genüsslich die Sonne ins Gesicht scheinen.
Mittlerweile sind wir tief im Schwarzwald angekommen, und die Hänge entlang der Kinzig präsentieren sich dicht bewaldet. Wir strampeln nun auf dem Radweg nahe der Bundesstraße B33 oder auf parallelen Nebenstraßen voran.
Im Schwarzwald thronen zahlreiche historische Burgen über den Tälern, wie hier die Burg Husen oberhalb von Hausach.
Wir folgen dem Kinzigtal aufwärts und genießen die typische Schwarzwaldatmosphäre mit ihren charakteristischen Höfen.
In Hausach mündet schließlich die Gutach in die Kinzig.
Weiter geht es nun bergauf im Gutachtal, bis wir unser Etappenziel Hornberg erreichen, wo im Hotel Schützenhaus die Zimmer auf uns warten.