Hier versammeln sich die fünf Jungs am Eingang des Hotels „Zum Schützen“, in dem wir übernachtet haben. Am Abend wurde lebhaft diskutiert, wann wir aufstehen müssen, um den Zug pünktlich zu erreichen. Die vorgeschlagenen Aufstehzeiten variierten zwischen 7:00 und 8:15 Uhr. Letztlich schaffen wir es doch, dass alle um 8:00 Uhr am Frühstückstisch sitzen.
Auf der Anhöhe thront die Hornburg und im Ort prägt ein wuchtiges Viadukt das Bild. Durch unsere Übernachtung erhalten wir eine Kurkarte, mit der wir den öffentlichen Nahverkehr kostenfrei nutzen können; auch die Fahrradmitnahme ist nach 9:00 Uhr unentgeltlich. Die Bahninfrastruktur ist hervorragend: Jeder Waggon verfügt über ein Fahrradabteil und die Bahnsteige sind mit Rampen ausgestattet, sodass ein Gleiswechsel mühelos gelingt.
Von St. Georgen radeln wir ein Stück parallel zur stark befahrenen B33, bevor es auf ruhigeren Nebenstraßen weitergeht. Nach einer rasanten Abfahrt kommen wir in Königsfeld vorbei – direkt an der berühmten Schwarzwaldklinik.
Der Schwarzwald zeigt sich hier nicht mehr ganz so dunkel; stattdessen treffen wir auf weite Grünflächen, und im Hintergrund ist ein Wasserturm zu erkennen.
Am Morgen war es noch recht frisch, doch im Laufe des Tages zieht die Temperatur an. Wir können das lange Trikot ablegen; Heinz und Rainer packen zudem ihre Beinlinge ein.
Bei Dauchingen überqueren wir mit Unterstützung der Bundesbahn die europäische Wasserscheide zwischen Rhein und Donau. Im Ort Trossingen decken wir uns mit Proviant für das Mittagessen ein und hinter dem Gaugasee finden wir eine gemütliche Sitzgruppe.
Weniger später passieren wir Spaichingen und setzen unseren Weg entlang der B14 fort.
Diese schöne Fuß- und Radfahrerbrücke nutzen wir gleich noch einmal, um wieder auf das Nordufer zu gelangen.
Unser weiterer Weg wird vom Donauradweg bestimmt, der uns zum Ort Mühlheim an der Donau führt. Während Gerd und Heinz auf dem Weg unterhalb des Ortskerns bleiben, erkunden Werner und Rainer den historischen Ort genauer. Wer sich nun fragt, wo Klaus geblieben ist: Die Antwort lautet schlicht, dass er bereits vorgeradelt ist.
Das obere Donautal zwischen Tuttlingen und Beuron zählt zweifellos zu den schönsten Abschnitten der gesamten Tour: Ein steiler Taleinschnitt, in dem der Radweg auf ruhigen Feldwegen frei von Autoverkehr an schroffen Felswänden und romantischen Burgen vorbeiführt.