Unsere Unterkunft ist in Ordnung, das Abendessen sowie das Frühstück waren durchaus angemessen. Kurz vor zehn Uhr geht es schließlich los. Während Klaus seine Packtaschen bereits vor dem Frühstück mustergültig verstaut hat, dauert es bei Rainer wie gewohnt etwas länger. Heinz versucht noch schnell, bei der Landesbankzentrale im Ort Geld abzuheben – allerdings hat diese lediglich donnerstags von 9:00 bis 11:00 Uhr geöffnet; der Versuch schlägt also fehl.
Auf dem Radweg sind wir vorerst weitgehend vor dem Autoverkehr geschützt. Dafür verläuft die Bahnlinie nun fast durchgehend in unmittelbarer Nähe, und es verkehren hier erstaunlich viele Güterzüge.
Es folgen einige Teilstücke in den ausladenden Donauschleifen, bei denen der Radweg direkt in den Uferbereich ausschwenkt. Das sorgt für einige kurze, aber heftige Anstiege. Die kräftigste Steigung wartet kurz vor dem Kloster Inzighofen. Dort legen wir eine Rast ein, um den schönen Kräutergarten und die Klosterkirche zu besichtigen.
Nun gilt es, einen geeigneten Platz für unsere Mittagsrast zu finden. In Sigmaringendorf werden wir fündig: Wir stellen mehrere Bänke zusammen und breiten unsere reichhaltigen Vorräte aus – Rollmöpse, Matjes, diversen Käse, Oliven, Tomaten, Salat, Fleischwurst, Salami, Baguette, Brezeln und natürlich die passenden erfrischenden Getränke.
Östlich von Sigmaringen weitet sich das Flusstal zusehends, und die umliegenden Höhenzüge treten zurück. In Scheer passieren wir ein historisches Wehr mitsamt alter Mühle.
Der Donauradweg führt uns über scheinbar endlose, teils asphaltierte und teils geschotterte Wirtschaftswege voran. Weil die Landschaft hier etwas eintönig wirkt, legen Gerd, Heinz und Rainer kurzerhand eine sportliche Spurtetappe ein. In Riedlingen machen wir Halt für einen gemütlichen Kaffee, um gestärkt die Reststrecke anzugehen.
Ein weiteres Highlight auf der Route ist Zwiefaltendorf. Hier erwarten uns ein idyllisches Sägewerk mit Wassermühle sowie eine Staustufe inklusive Kleinwasserkraftwerk.