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Frühjahr 2014

von Linz am Rhein nach Ulm

Linz/Rhein – Hunsrück- Kaiserlautern – Bad Bergzabern – Rheinau – Offenburg – Schwarzwald - Hornberg – Tuttlingen – Sigmaringen – Ehingen – Ulm

Datum:
Strecke:
Obermarchtal - Ulm
Streckenlänge:
58 km
Bild
Früh am Morgen starten wir gegen 9 Uhr durch Obermarchtal Richtung Donau. Anfangs ist es noch recht kühl, weshalb die langen Handschuhe direkt gute Dienste leisten. Hinter dem Ort weichen die steilen Hänge allmählich zurück. Der Radweg schlängelt sich fortan mal näher, mal ferner am Flusslauf entlang.
In Munderkingen führt die Donauroute direkt durch die Innenstadt, wo es einige schöne historische Fachwerenhäuser zu entdecken gibt.
Gerd, Klaus und Werner legen ein ziemliches Tempo vor – offenbar befürchten sie, die geplante Zugabfahrt in Ulm zu verpassen. Wer da den Fotoapparat zücken möchte, hat das Nachsehen, da die drei rasch außer Reichweite sind. Unterwegs müssen zudem einige kurze Anstiege bewältigt werden.
Ehingen ist eine größere Stadt, und der Donauradweg führt in einem weiten Bogen durch die Altstadt. Am dortigen Donauwehr steht ein altes Fabrikgebäude, dessen Schornstein von einem Storch als Nistplatz genutzt wird.
In der Folge verläuft der Radweg nicht mehr unmittelbar am Ufer. Meist rollen wir auf ruhigen Feldwegen oder passieren kleine Vorortstraßen. Um die alten Dorfkerne mit ihren charakteristischen Zwiebelturmkirchen sind vielerorts moderne Neubausiedlungen entstanden. Danach radeln wir an einigen Seen vorbei, die als Zeugen des alten Flussverlaufs zurückgeblieben sind. Im Laufe des Vormittags zieht die Temperatur spürbar an, sodass die Standardausrüstung aus kurzem Trikot und kurzer Radhose völlig ausreicht.
Einige Kilometer vor Ulm schließt sich uns ein Mountainbiker an, der nach kurzem Antritt jedoch das Tempo drosselt. Das lädt natürlich dazu ein, sich in seinen Windschatten zu hängen – gesagt, getan, und mit strammen 25 km/h geht es durch die Donauauen. Als an einer Steigung kurz die Kette unseres Begleiters abspringt, lässt er sich nicht entmutigen: Nach einer kurzen Reparatur holen wir ihn ein, hängen uns erneut an seine Fährte und erreichen Ulm so noch vor 13 Uhr.
Sonniges Frühlingswetter im pittoresken Fischerviertel der Ulmer Innenstadt.
In Ulm schlendern wir gemütlich durch das malerische Fischerviertel direkt hinter der Stadtmauer an der Donau, wo sich zahlreiche einladende Gastronomiebetriebe niedergelassen haben.
Da wir noch genügend Puffer haben, kehren wir zum Essen ein und genießen Flammkuchen sowie Maultaschen. Plötzlich bricht bei Klaus hektische Betriebsamkeit aus: Er sucht krampfhaft sein Portemonnaie, in dem sich schließlich auch die ersehnten Bahnfahrkarten befinden. Nach gründlichem Wühlen durch sämtliche Taschen taucht es glücklicherweise in der Ausgehhose wieder auf.
Die Fahrkarten sind wieder da, und so können wir völlig entspannt Kurs auf den Bahnhof nehmen.
Wir erwischen einen durchgehenden Zug nach Bochum, und im Abteil wird der erfolgreiche letzte Fahrtag gebührend dokumentiert.