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Frühjahr 2025

Flussradtour bei den Schwaben, Bayern und Hessen

Neckar, Kocher, Altmühl, Tauber und Main

Datum:
11. Mai 2025
Strecke:
Rothenburg op der Tauber - Bad Mergentheim
Streckenlänge:
58 km
Bild
Am Morgen trennen wir uns von Gerd, für den die Radtour hier endet. Heute sind wir nur noch zu zweit unterwegs (Heinz und Rainer). Wir rollen noch einmal durch die mittelalterliche Stadt und verlassen Rothenburg durch das Spitaltor. Es geht abwärts entlang der westlichen Stadtmauer hinunter zur Tauber.
Von hier unten kann man noch einmal zur Stadt hinaufschauen, die an dieser Seite unverbaut ist. Über die alte Steinbrücke überqueren wir die Tauber und radeln zunächst auf der linken Flussseite flussabwärts.
Auf dem Radweg „Liebliches Taubertal“ kommen wir an einigen alten Mühlen vorbei.
Eigentlich wollten wir das Taubertal bald verlassen, da unser nächstes Ziel Bad Mergentheim ist. Wir bleiben jedoch erst einmal auf dem Radweg direkt im Taubertal.
Um nicht allzu weit vom geplanten Kurs abzukommen, biegen wir vor Bettwar in die Berge ab. Kurz darauf folgt die Ausschilderung einer Steigung von 20 % – es ist klar, was jetzt kommt. Heinz schafft mit seinem Elektroantrieb noch die ersten hundert Meter, während ich versuche, im Wiegeschritt und im größten Gang voranzukommen. Doch bald geht es für uns beide nicht mehr weiter. Es heißt absteigen und schieben; ohne elektrische Unterstützung ist selbst das Schieben bei diesem Gefälle grenzwertig.
Außerdem ist es mittlerweile recht warm geworden, sodass wir ordentlich ins Schwitzen kommen.
Nach 150 Höhenmetern durch dichten Wald sind wir endlich oben angekommen und finden uns in einer offenen, hügeligen Landschaft wieder.
Die Hinweisschilder weisen auf den Radweg „Liebliches Taubertal – der Sportive“ hin. Der Name ist Programm, denn es geht weiterhin intensiv hoch und runter. Immer wenn ein Waldgebiet auftaucht, weiß man bereits, dass uns die nächste heftige Steigung erwartet. Wir taufen den Radweg kurzerhand in „Raues Taubertal“ um. Da wir uns immer weiter vom eigentlichen Taubertal entfernen, verlieren wir zudem bald die entsprechende Ausschilderung.
In der Nähe von Heimberg finden wir eine Bank im Schatten, die wir für eine Pause nutzen. Meine Bremsbeläge verursachen mittlerweile schleifende Geräusche, und ich nutze die Rast, um sie zu wechseln. Hier oben ist es recht windig, und im Sitzen ziehe ich mir vorsichtshalber wieder eine Jacke über.
Weiter geht es durch das Frankenland; wir passieren den Ort Wildentierbach.
Am Heeresflugplatz von Niederstetten sind wir wieder am höchsten Punkt angelangt. Es folgt eine steile Abfahrt auf einer Nebenstraße ohne Gegenverkehr mit über 50 km/h, bis wir den Ortskern von Niederstetten erreichen.
Wie es dann so ist: Nach jeder Abfahrt wartet die nächste Steigung. Es geht wieder sehr heftig mit geschätzten 15 % bergan, bis wir das alte Höhenniveau wieder erreicht haben.
Es folgen noch einige moderate An- und Abstiege, bis wir 10 km vor Bad Mergentheim den Hacheler Bach erreichen. Von dort aus geht es fast kontinuierlich bergab bis in das Zentrum von Bad Mergentheim.
Wir übernachten im Hotel Deutschmeister direkt im Stadtzentrum. Die Schlüsselübergabe erfolgt – wie mittlerweile bei vielen kleineren Hotels üblich – über einen Schlüsselsafe mit einem vorab übermittelten PIN-Code.
Klaus ist mittlerweile wieder zu uns gestoßen, und am Abend schlendern wir noch ein wenig durch die Straßen und suchen uns ein Lokal zum Abendessen.