Gerd füllt seine Flasche mit dem Kurwasser auf. Auf dem Hinweisschild ist aber die Einschränkung aufgeführt, dass die heilende Wirkung nicht nachgewiesen ist.
Dann passieren wir kleinere Seen und einige Moorgebiete. Nach 7 km haben wir den höchsten Punkt mit 200 m ü. NN erreicht.
Die Bahnhofsgebäude stehen noch und sind in einem einheitlichen Ziegelmauerwerk ausgeführt. Hier der alte Bahnhof von Zajączkowo.
Vor dem Bahnhofsgebäude von Chlebowo hat der Besitzer die Schlümpfe aufgestellt. Die Strecke ist bis 1991 betrieben worden und danach mit EU-Geldern zu einer Fahrradstrecke umgebaut worden. Wir treffen einige wenige Fernradfahrer auf der Strecke. Dann begegnen wir noch einheimischen Radfahrern und Pilzsammlern. Von dem See Siecino, der einige Kilometer neben der Trasse liegt, bekommt man nichts mit.
Auf einer Seite des zentralen Platzes findet man noch ältere Gebäude. Bei einem Türken gibt es Mittagessen.
In größerem Abstand zu dem Gewässer fahren wir in westliche Richtung, bis wir in Lubieszewo dem See wieder näher kommen. Wir passieren ein einladend wirkendes Restaurant und kehren zu einem Bier ein. Im Garten sind einige Fischbecken im Boden eingelassen und es wimmelt dort von Forellen und Lachsforellen. Einige Störe befinden sich in einem Glasaquarium. Jedenfalls gibt es hier ganz frischen Fisch.
Der Ort Mielenko Drawskie ist die letzte menschliche Ansiedlung, die wir passieren, und dann kommt nichts mehr. Auf der Karte ist außer Wald nichts eingetragen und da ist auch nichts mehr. Der Wald neben der Straße ist militärisches Sperrgebiet. Wir radeln auf der Betonpiste, begegnen fast keinem Fahrzeug und zum Glück auch keinem Panzer.
Und so zieht sich die Strecke in die Länge; mal rauf, mal runter und unter uns die grobe Betonpiste.
Auf einer Nebenstraße fahren wir an dem Ort Ińsko vorbei. Der als Radweg ausgewiesene direkte Weg ist mit unseren Rädern wegen des tiefen Sandbettes nicht nutzbar.
Wir beratschlagen, wo wir die Nacht verbringen sollen. In 6 - 7 km soll es zwei Campingplätze geben, aber das scheinen eher spartanisch eingerichtete Plätze zu sein und unsere Vorräte haben wir auch nicht aufgestockt, da kein Lebensmittelladen auf dem Weg lag. Wir entdecken ein Werbeschild für die Freizeitstätte Wisola an dem See Stubnica. Hier sind Schulklassen untergebracht, aber wir können auch ein Appartement mieten. Abendessen gibt es auch noch.