Pyrenäen-Tour 2013
Banyoles - Ripoll
Datum: 12. Juni 2013 - Streckenlänge: 70 km
Auf dem Campingplatz gibt es nichts zu essen; also fahren wir noch einmal zum See Estany de Banyoles zurück, um uns vor der anstehenden Passfahrt zu stärken.
Hinter dem Ort beginnen die ersten Steigungen. Die Sonne knallt unbarmherzig vom Himmel und die Temperaturen steigen auf 30 °C. Dann taucht das Dorf Mieres mit einer imposanten Steinkirche auf. Am Straßenrand lockt ein Restaurant mit schattenspendenden Sonnenschirmen – da können wir nicht nein sagen. Eine Cola und ein Salat liefern die nötigen Kalorien.
Zwischen den Flusstälern am Rande der Pyrenäen geht es unaufhörlich auf und ab. Der Wasserverbrauch nimmt zu, und die Schweißtropfen – sofern sie nicht sofort verdampfen – markieren unweigerlich unsere Route.
Im Schatten eines Geschäftseingangs im Ort Santa Pau legen wir eine kurze Rast ein. Im Hintergrund erstreckt sich ein weites Waldgebiet, das bis hinauf zu den Berggipfeln reicht.
Die nächste Pause legen wir in einer Bar am Ortseingang von Olot ein. Es gibt kaltes Wasser, dem wir mit etwas Rotwein Geschmack verleihen. Die Einheimischen sitzen gemütlich im Gastraum und verbringen ihre Siesta beim Kartenspielen. Sogar der Dorfpolizist am Nachbartisch gönnt sich ein Bier.
Es folgt die rasante Abfahrt hinunter nach Olot.
Die Altstadt ist eng bebaut und beeindruckt mit zahlreichen Renaissancegebäuden und Jugendstilhäusern, die sich um malerische Plätze gruppieren. Wir radeln mitten durch das Zentrum und umkurven geschickt die Caféstühle.
Wir lassen Olot hinter uns und genießen die Eindrücke auf diesem Abschnitt der Route.
Hinter Olot geht es dann richtig zur Sache. Die Straße steigt nun kontinuierlich an. Am Straßenrand sind deutliche Vulkanablagerungen zu sehen, die von den mittlerweile erloschenen Vulkanen der Region stammen. Hin und wieder öffnet sich zur linken Seite ein schöner Blick ins Tal.
Nach einem schweißtreibenden Anstieg erreichen wir schließlich die Passhöhe des Col de Canes auf 1120 m Höhe.
Danach rollen wir fast nur noch bergab bis in den Ort Ripoll, der auf etwa 700 m Höhe liegt.
Wir lassen die Tagesetappe langsam ausklingen und bereiten uns auf die Nachtruhe vor.
Am Ortsausgang von Ripoll erklimmen wir auf einer steilen Straße einen Campingplatz – doch die Enttäuschung ist groß: Niemand da, das Restaurant ist geschlossen. Daraufhin rollen wir wieder hinab ins Tal und suchen stattdessen ein Hotel in der Nähe auf.