Pyrenäen-Tour 2013
Argelès-Plage – Tuchan
Datum: 17. Juni 2013 - Streckenlänge: 72 km
Gerd hält es am Morgen nicht im Zelt; er fährt schon um 7:00 Uhr zum Strand, um eine Runde zu baden. Gegen 10:00 Uhr sind wir abfahrbereit. Es ist kälter als am Vortag und es herrscht starker Wind. Der Wellengang ist beachtlich, und an einigen Strandabschnitten weht die rote Flagge – Badeverbot.
Der Küstenverlauf ab Argelès ist flach und die Sandstrände sind breit. Wir radeln recht flott zwischen dem Binnensee *Étang de Canet-Saint-Nazaire* und dem Mittelmeer entlang. Im Badeort Canet-Plage stehen die Flaggen auf Gelb, und wir nutzen die Gelegenheit zum Schwimmen – diesmal in kräftiger Brandung.
In den Touristenorten gibt es zwar Radwege, die jedoch ihre Tücken haben, wie Werner schmerzhaft erfahren musste: Eine parallele Bordsteinkante an einer einmündenden Straße wird von ihm zu spät erkannt; er fährt im spitzen Winkel dagegen, rutscht weg und stürzt schwer. Dabei zieht er sich zwei kindskopfgroße Hämatome am Unterschenkel zu. Gerd besorgt sofort Eis aus einer gegenüberliegenden Snackbar.
Die weiteren Kilometer legt Werner daraufhin mit Eisbeuteln und einem Handtuchüberzug als Kühlung zurück.
Von dort aus fahren wir ins Landesinnere und durchqueren den Ort Villelongue-de-la-Salanque. Ab Claira nutzen wir den gut ausgebauten Radweg auf dem Deich des Flusses Agly, der direkt in Rivesaltes endet. Dort unterqueren wir die Autobahn A9 durch einen flachen Tunnel.
Hinter dem Ort beginnt die eigentliche Bergetappe mit einem steilen Anstieg zum *Pas de l'Escale*. Wir bewegen uns fortan in einer Höhenlage zwischen 100 und 350 m.
Die Strecke führt uns durch eine reizvolle, abwechslungsreiche Berglandschaft.
Die Gegend ist überwiegend mit niedrigem Gestrüpp und gelb blühendem Ginster bedeckt. Immer wieder eröffnet sich ein wunderbarer Blick über das Pyrenäenvorland auf der einen Seite, während sich im Norden die hohen Bergketten auftürmen.
Wir passieren den Ort Vingrau, und auf einer Anhöhe thront das *Château d’Aguilar* wie aus dem Bilderbuch. Im darauffolgenden Tuchan finden wir schließlich wieder eine gute Infrastruktur mit Campingplatz und Supermarkt vor, womit wir den heutigen Tourentag beenden. Auf dem Campingplatz schlagen wir unsere Zelte unter den Olivenbäumen auf.