Um 11:48 Uhr starten wir von Bochum aus mit dem ICE nach Freiburg. Da es eine Direktverbindung ist, entfällt das lästige Umsteigen mit den Fahrrädern. Wir machen es uns gemütlich und dinieren an unserem Vierertisch. Alles läuft gut bis kurz vor Mannheim: Dort gibt es einen Notarzteinsatz und der ICE bleibt fast zwei Stunden stehen. Aber wir sitzen ja im Trockenen, haben reservierte Plätze und verpassen glücklicherweise keinen Anschlusszug.
Vom Bahnhof aus radeln wir in südwestliche Richtung und nutzen die Radwege an den Ausfallstraßen. Ein Teilstück führt uns idyllisch an der Dreisam entlang.
Hier müssen wir einen Autobahnzubringer über eine steile Rampe überwinden. Anschließend geht es zumeist auf Radwegen neben größeren Straßen weiter.
Wir durchqueren die Orte Opfingen und Munzingen. In der Rheinebene ist es weitgehend flach. Hatten wir anfangs noch Rückenwind, bläst er uns jetzt eher ins Gesicht. Neben weiten Wiesenflächen prägt intensiver Obstanbau das Bild: Die Erdbeeren leuchten bereits rot und auch die ersten Kirschen bekommen langsam Farbe. Unter Kunststoffgewächshäusern verbergen sich weitere Obststräucher, vermutlich Himbeeren.
Wir radeln noch ein Stück am Ort Bremgarten vorbei, bis wir das Gewerbegebiet von Eschbach erreichen. Hier erwartet uns auffällig saubere Industrie – kein Staub, kein Ruß. Sogar die Lkw einer Spedition fahren elektrisch und laden gerade an der Wallbox. Daran schließt sich ein Apartmentkomplex an, der optisch ein wenig an Norman Bates’ Motel aus Hitchcocks "Psycho" erinnert. Immerhin gibt es im angeschlossenen Restaurant leckeres Gulasch, und das Duschen fällt hoffentlich unblutig aus.