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Frühjahr 2026

Hinter den Vogesen und dann zum Rhein

Freiburg - Nancy - Glan - Rhein - Lahn - Siegen

Datum:
23. Mai 2026
Strecke:
Holzappel - Herborn
Streckenlänge:
94 km
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Wir fragen uns: Wie kommt man bloß auf den Ortsnamen "Holzappel"? Und dann stellt sich die Frage, wie man aus dem Dorf Holzappel wieder herauskommt. Die Brücke über die Lahn ist gesperrt, ebenso der Lahnradweg in diesem Bereich.
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Als Alternative ist eine Umleitung am Herthasee entlang und anschließend durch den Wald nach Diez ausgeschildert.
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So geht es zunächst durch den Wald und dann auf Feldwegen weiter.
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Oben gibt es wieder Weiden und Felder. Wir passieren Hirschberg und bleiben auf der Hochebene. Es ist schon recht warm und von oben hat man einen weiten Überblick – ich frage mich, ob das dort hinten wohl der Taunus ist.
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Die Umleitung des Lahnradweges ist recht ordentlich ausgeschildert, aber ich werfe zur Sicherheit immer wieder einen Blick auf das GPS-Gerät, damit wir nicht vom Kurs abkommen.
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Schließlich folgt eine schnelle Abfahrt nach Diez an der Lahn. Wir landen auf der linken Lahnseite direkt im Zentrum. Auffallend ist das Grafenschloss; auch die Innenstadt ist sehenswert, wenn auch recht übersichtlich.
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In Diez gibt es einen größeren Hafen für Freizeitschiffer, und heute am Pfingstsamstag sind viele Kanus und Paddelboote auf der Lahn unterwegs. Der Fluss ist kanalisiert, und an den Schleusen warten die Bootsbesatzungen auf die nächste Schleusung.
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Dieses alte Fabrikgebäude steht ebenfalls in Diez an der Lahn.
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Wir fahren auf einem Trampelpfad an der linken Lahnseite und passieren die Schleuse. Danach führt der Radweg recht verwinkelt durch ein Wohngebiet – man muss aufpassen, nicht vom Weg abzukommen.
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Der weitere Weg führt über Feldwege nach Limburg. Wir radeln in die Innenstadt, wo am Samstag richtig viel los ist. Die Cafés und Restaurants in der malerischen Fachwerkaltstadt sind bestens besucht.
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Diese Stützkonstruktion ist schon sehenswert; die alten Baumeister haben den Platz hier bis zum Äußersten genutzt.
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Fahren ist hier kaum möglich, also schieben wir die Räder durch die enge Innenstadt und halten für einen kurzen Rundgang an.
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Schließlich geht es noch hoch zum Dom, und dann verlassen wir die Stadt über die alte Lahnbrücke mit ihrem historischen Brückentor.
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Unser weiterer Weg führt über kleine Nebenstraßen nach Dietkirchen. An der St.-Lubentius-Kirche gibt es einen Brunnen, an dem ich mich erst einmal abkühle, während Heinz und Klaus schon ein Stück weitergefahren sind.
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Nach einem weiteren Wegstück kommen wir an einem Kalkwerk vorbei. Damit nicht nur Kirchen in unserem Bericht auftauchen, habe ich das Werk fotografiert.
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Der weitere Weg führt direkt am Flusslauf entlang. Nach einigen Kilometern taucht wieder eine Burg auf: die Burg Runkel. Wir fahren durch die romantische kleine Innenstadt von Runkel bis zur Lahnbrücke.
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Von hier hat man einen tollen Überblick: Im Vordergrund die alte Lahnbrücke und auf einem Felsen thront die Burg Runkel. Dahinter befinden sich die Lahnschleuse und der Bahnhof. Ein tolles Arrangement, bei dem man sich ein paar Minuten Zeit nehmen sollte, um die Atmosphäre aufzunehmen.
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Es geht weiter auf ufernahen Radwegen. Viele Radfahrer, Kanuten und Paddler sind unterwegs.
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Hin und wieder wechseln wir die Flussseite; in Villmar geht es auf das linke Ufer. Wir kommen gut voran, auch wenn die Oberfläche des Radweges wegen einiger Aufbeulungen und Schotterstrecken nicht immer optimal ist – für unsere Trekkingräder aber noch akzeptabel.
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Wir fahren auf dem ufernahen Radweg weiter bis Fürfurt. Dort entdecken wir eine schattige Sitzecke, ideal für die Mittagspause. Nach dem Essen und einem Apfelwein sind wir so müde, dass wir erst einmal eine halbe oder ganze Stunde ruhen müssen, bevor wir weiterfahren können.
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Im Anschluss finde ich bei Gräveneck eine Bootsanlegestelle, an der man gut ins Wasser kommt. Ein kurzes Bad in der Lahn bringt die Lebensgeister halbwegs zurück.
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Der nächste Hingucker ist Weilburg. Erst hielten wir das Schloss für die Abtei Weihenstephan, was aber nicht sein kann – es ist das Schloss Weilburg.
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Hier haben wir gelernt, dass es nicht nur in Frankreich Kanaltunnel gibt, sondern auch in Deutschland, nämlich hier an der Lahn. Der Tunnel kürzt die langgezogene Lahn-Schleife um Weilburg merklich ab.
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An der Lahn stehen zudem einige wuchtige Gebäude, deren Funktion uns allerdings noch nicht klar ist.
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Unser weiterer Weg führt über Löhnberg nach Biskirchen. Hier beginnt eine als Radweg ausgebaute, stillgelegte Bahntrasse, die bis Beilstein verläuft. Die Trasse steigt kontinuierlich an und führt durch ein dichtes Waldgebiet.
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Es geht an Bissenberg und Altendorf vorbei; man hat von hier aus einen weiten Blick ins Tal. Es folgt der Ort Ulm. Wir suchen das "Münster", aber es fällt doch ein paar Nummern kleiner aus als erwartet.
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Dieses alte Fabrikgebäude, signiert mit "Marx 84", könnte eine Mühle gewesen sein.
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Hinter Ulm verlassen wir die Bahntrasse. Nach einer Abfahrt geht es auf die stärker befahrene L 3282, wo wir zunächst stetig bergan bis zur Berghöhe fahren. Es folgt eine schnelle Abfahrt ins Dilltal. Wir radeln am Abend an Sinn und kleineren Dörfern vorbei bis nach Herborn.
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Wir erreichen um 20:30 Uhr den historischen Marktplatz.
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Ich posiere kurz mit der Figurengruppe. Bei warmem Wetter lassen wir den Tag beim Abendessen in der Innenstadt ausklingen.