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Frühjahr 2026

Hinter den Vogesen und dann zum Rhein

Freiburg - Nancy - Glan - Rhein - Lahn - Siegen

Datum:
15. Mai 2026
Strecke:
Fesches-le-Chalet - Lure
Streckenlänge:
70 km
Bild
Unsere Privatherberge sieht von der Straßenseite ziemlich heruntergekommen aus, aber die Ferienwohnung im Garten ist recht ansehnlich hergerichtet. Klaus ist heute Morgen für die Brotversorgung zuständig. Nach dem Frühstück und Packen sind wir um 10:15 Uhr startbereit und von Fesches-le-Châtel aus geht es gleich wieder zum Rhein-Rhône-Kanal. Doch bevor wir richtig loslegen, ziehen erneut dunkle Wolken auf und ein kalter Wind weht uns entgegen. Also kramen wir erst einmal zusätzliche Trikots und die Regenjacken aus den Packtaschen.
Wir radeln abwechselnd direkt am Kanal und am begleitenden Fluss Allan entlang. Bald verziehen sich die Regenwolken, sodass wir uns erst einmal wieder von überflüssiger Kleidung befreien können. Wir passieren erneut etliche Schleusen und unterqueren vor Montbéliard einige größere Straßenbrücken.
Das Zentrum von Montbéliard lassen wir rechts liegen.
Wir treffen auf viele Fischreiher. Dieses Exemplar unter einer Brücke ließ sich kaum davon irritieren, als wir vorbeifuhren.
Hier ist der Kanal durch eine Mauer eingefasst.
Schließlich verlassen wir den Kanal und setzen unsere Fahrt in westliche Richtung fort. Unser Weg führt durch ein Tal zum Ort Sainte-Marie. Zunächst durchqueren wir ein Waldgebiet, wo wir auf die ersten nennenswerten Steigungen stoßen. Danach fahren wir im unteren Talbereich durch eine weite Wiesenlandschaft, während die Wälder die höheren Hänge bedecken. Hier geht es nun munter bergauf und bergab.
Das Wetter bleibt wechselhaft: Bei den Anstiegen wird es richtig warm, doch dann ziehen wieder kalte Regenwolken auf. Es ist ein ständiges An- und Ausziehen.
Hier kommen wir an einer historischen Brunnenanlage vorbei – der König, der Bürgermeister und der Unterpräfekt wurden auf der Gedenkplatte verewigt.
Kleine Dörfer und weite Weiden prägen unsere Fahrt durch die hügelige Gegend. Kühe grasen auf den Wiesen, dazwischen taucht manchmal ein Kornfeld auf und immer wieder ein schöner Bauernhof.
Hier kommen wir an einer Gedenktafel für die Opfer des Ersten und Zweiten Weltkriegs vorbei. Sie erinnert unter anderem an viele Marokkaner, die bei der Befreiung Frankreichs gefallen sind.
Es geht hinauf bis auf eine Höhe von 410 m ü. NN. Von den höchsten Stellen aus kann man am Horizont den Schwarzwald erkennen – glaube ich jedenfalls.
Nach einer längeren Abfahrt erreichen wir den größeren Ort Villersexel. Dort finden wir ein Straßencafé, in dem wir uns niederlassen. Genau passend kommt die Sonne heraus und wir gönnen uns einen Café au Lait. In Villersexel soll sich auch das sehenswerte Schloss Grammont befinden. Allerdings stehen wir nur vor einer verrammelten Einfahrt und können das Gebäude durch die Bäume lediglich schemenhaft erahnen. Rechts und links suchen wir erfolglos nach einem besseren Blick auf das Schloss. Lediglich ein verblasstes Plakat an der Pforte zeigt uns, wie es in seiner vollen Pracht aussieht.
Nichtsdestotrotz hat Villersexel auch so eine sehenswerte historische Bausubstanz zu bieten.
Ein Torbogen in Villersexel.
Und noch ein schönes Motiv aus Villersexel.
Am Ortsende überqueren wir den Fluss Ognon. Kanu- und Kajakfahrten wurden zuvor schon auf Plakaten beworben, und hier kommen wir direkt an den bereitliegenden Booten vorbei.
Kurz dahinter erreichen wir am alten Bahnhof die zum Radweg umgebaute, stillgelegte Bahntrasse von Villersexel nach Lure.
Die alte Bahntrasse verläuft mit nur moderaten Steigungen und Gefällen durch ein waldreiches Gebiet. Über alte Stahlfachwerkbrücken oder neu errichtete, leichtere Brückenkonstruktionen wird der Ognon mehrfach überquert.
Hier kommen wir an der alten Saline von Gouhenans vorbei, zu der auch dieser markante, eckige Schornstein gehörte.
So sehen die Straßenübergänge der Trasse aus: Die Drängelgitter sind leider recht eng angeordnet und stören beim Durchfahren. Hier informieren sich Klaus und Heinz gerade an einer Schautafel.
Hier bildet das Blätterdach des Waldes einen grünen Tunnel über der Bahntrasse.
In Magny-Vernois endet unser Bahntrassenvergnügen leider. Wir verlassen die Trasse und fahren weiter nach Lure. Auf unserer heutigen Tour gab es nach Montbéliard auf einer Strecke von 40 Kilometern keinerlei Einkaufsmöglichkeiten – erst hier in Lure treffen wir wieder auf einen Lebensmitteldiscounter. Wir nutzen die Gelegenheit und decken uns erst einmal reichlich ein.
Unsere gebuchten Unterkünfte verfügen meist über gut ausgestattete Küchen. Heute haben wir uns entschieden, selbst Spaghetti Bolognese zu kochen. Es schmeckt allen hervorragend und auch der Rotwein kommt bestens an.