Am Morgen fahren wir ein Stück zurück und navigieren durch den dichten Verkehr an der Schnellstraße N19 vorbei. Es ist gar nicht so einfach, unsere Ausfallstrecke zu finden, die hier parallel zur Autobahn verläuft.
Nach einigen Kreisverkehren erreichen wir die Landstraße D486, der wir bis in den Nachmittag hinein folgen. Die Landschaft in den höheren Lagen ist zunehmend von Wäldern und Wiesen geprägt. Es geht erst einmal mäßig bergauf. Abschnittsweise steht uns ein Radweg zur Verfügung, doch meistens müssen wir auf der Straße fahren. Glücklicherweise gibt es dort aber so gut wie keinen Schwerlastverkehr und auch nur mäßigen Autoverkehr.
Der erste Flickversuch misslingt, weil der Flicken einfach nicht richtig haften will. Der zweite Versuch ist dann jedoch erfolgreich.
Die Sonne setzt sich nun zunehmend durch, und durch die stetigen Anstiege wird mir ordentlich warm. Zum ersten Mal auf dieser Tour tausche ich die lange gegen eine 3/4-Hose.
Eine Serpentine folgt auf die nächste, bis wir endlich das ersehnte Passschild erblicken. Auf 678 m ü. NN haben wir die Passhöhe des Col de la Croix erreicht.
Anschließend genießen wir die Abfahrt mit rund 300 Metern Gefälle, die uns in rasanten Serpentinen hinab nach Le Thillot führt.
Das Tal ist hier wieder dichter besiedelt, und immer wieder säumen alte Industriebetriebe die ehemalige Bahnlinie.
Schließlich erreichen wir Remiremont. Von dort radeln wir auf einer ruhigen Nebenstraße auf der rechten Moselseite weiter in Richtung Épinal. Da jedoch alle Lebensmittelgeschäfte auf der gegenüberliegenden Flussseite liegen und es hier nur wenige Brücken gibt, wechseln wir bei Éloyes hinüber auf die andere Uferseite.
Innen ist es ziemlich eng für drei Personen, und auch in der winzigen Küche ist nur wenig Platz zum Kochen. Dennoch sind letztlich alle satt geworden. Dafür besticht das Apartment durch seine direkte und landschaftlich herrliche Lage an der Mosel. Draußen gibt es sogar einen Whirlpool, den ich nach Abschluss dieses Berichts direkt einmal ausprobieren werde!