Am Morgen strahlt bereits die Sonne und wir frühstücken gemütlich auf der Terrasse. Anschließend müssen wir unsere Taschen wieder die 79 Stufen hinuntertragen. Nach dem Beladen der Räder warten wir, bis die Schranken an der stark befahrenen rechtsrheinischen Bahnstrecke wieder geöffnet sind.
Im Tal verlaufen neben der Autobahn A 45 zahlreiche Bundesstraßen. Der Radweg schlängelt sich mühsam an diesen großen Verkehrsadern vorbei: Mal fahren wir ein Stück hinter einer Lärmschutzwand, dann geht es auf einer Nebenstraße den Hang hinauf oder durch enge, unübersichtliche Kurven, um eine Brücke zu umfahren. Da am Pfingstsonntag viele andere Radfahrer unterwegs sind, ist hier in den unübersichtlichen Passagen besondere Vorsicht geboten. Insgesamt ist dieser Radwegabschnitt wenig empfehlenswert.
Das Stadtbild von Dillenburg ist uneinheitlich: Neben schönen alten Fachwerkbauten gibt es auch einige Bausünden aus den 1960er- bis 1980er-Jahren.
Vor Haiger passieren wir eine Baustelle zur Erneuerung der A 45-Brücke, was wir uns natürlich genauer ansehen. An der alten Brücke liegen bereits Moniereisen der Fahrbahnplatte frei, und es wurden Betonseilführungen angebracht, durch die Zugseile zur Verstärkung verlaufen. Daneben entsteht bereits ein Neubau. Unter der Baustelle führt der Radweg durch einen mit Gerüstteilen geschützten Bereich – zwar etwas schmal, aber immer noch besser als eine lange Umleitung.
Die Wegführung zieht sich hinter Haiger noch ein wenig hin. Wir fahren durch einen Tunnel der Bahnstrecke im Dilltal und lassen danach die von Bebauung und Industrie geprägten Abschnitte hinter uns.
Es folgt ein gerades Wegstück, das exakt auf der Grenze zwischen Hessen und Nordrhein-Westfalen verläuft.
Es folgen noch einige sanfte Steigungspassagen. Bei der Wegweisung in Richtung Zentrum sollte man aufmerksam sein, um die Abzweige nicht zu verpassen.