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Frühjahr 2026

Hinter den Vogesen und dann zum Rhein

Freiburg - Nancy - Glan - Rhein - Lahn - Siegen

Datum:
24. Mai 2026
Strecke:
Herborn - Siegen
Streckenlänge:
42 km
Bild
Am Morgen strahlt bereits die Sonne und wir frühstücken gemütlich auf der Terrasse. Anschließend müssen wir unsere Taschen wieder die 79 Stufen hinuntertragen. Nach dem Beladen der Räder warten wir, bis die Schranken an der stark befahrenen rechtsrheinischen Bahnstrecke wieder geöffnet sind.
Wir orientieren uns an der Ausschilderung in Richtung Dillenburg.
Im Tal verlaufen neben der Autobahn A 45 zahlreiche Bundesstraßen. Der Radweg schlängelt sich mühsam an diesen großen Verkehrsadern vorbei: Mal fahren wir ein Stück hinter einer Lärmschutzwand, dann geht es auf einer Nebenstraße den Hang hinauf oder durch enge, unübersichtliche Kurven, um eine Brücke zu umfahren. Da am Pfingstsonntag viele andere Radfahrer unterwegs sind, ist hier in den unübersichtlichen Passagen besondere Vorsicht geboten. Insgesamt ist dieser Radwegabschnitt wenig empfehlenswert.
Die Dill ist hier ein recht schmaler Fluss, den man fast eher als Bach bezeichnen könnte. Nach sieben Kilometern erreichen wir Dillenburg, wo wir den Burgturm schon von Weitem gut erkennen können.
Das Stadtbild von Dillenburg ist uneinheitlich: Neben schönen alten Fachwerkbauten gibt es auch einige Bausünden aus den 1960er- bis 1980er-Jahren.
Vor Haiger passieren wir eine Baustelle zur Erneuerung der A 45-Brücke, was wir uns natürlich genauer ansehen. An der alten Brücke liegen bereits Moniereisen der Fahrbahnplatte frei, und es wurden Betonseilführungen angebracht, durch die Zugseile zur Verstärkung verlaufen. Daneben entsteht bereits ein Neubau. Unter der Baustelle führt der Radweg durch einen mit Gerüstteilen geschützten Bereich – zwar etwas schmal, aber immer noch besser als eine lange Umleitung.
Die Wegführung zieht sich hinter Haiger noch ein wenig hin. Wir fahren durch einen Tunnel der Bahnstrecke im Dilltal und lassen danach die von Bebauung und Industrie geprägten Abschnitte hinter uns.
Wir setzen unseren Weg auf geschotterten Feldwegen fort und erreichen bei Rodenbach ein ausgedehntes Waldgebiet. Der Weg steigt kontinuierlich, aber gleichmäßig an. Er ist gut befahrbar und bietet bei der starken Sonneneinstrahlung angenehmen Schatten.
Es folgt ein gerades Wegstück, das exakt auf der Grenze zwischen Hessen und Nordrhein-Westfalen verläuft.
Hier liegt grober Schotter auf dem Weg bei einer geschätzten Steigung von 10 bis 12 %. Ohne elektrische Unterstützung geht es kaum noch voran, da die Reifen auf dem lockeren Untergrund durchdrehen. Das letzte Stück zum höchsten Punkt auf 520 Metern ü. NN muss ich mein Rad sogar schieben.
Wir freuen uns auf den Asphalt, denn bald beginnt eine rasante Abfahrt.
An einigen Stellen eröffnet sich uns zudem eine herrliche Fernsicht.
Es folgen noch einige sanfte Steigungspassagen. Bei der Wegweisung in Richtung Zentrum sollte man aufmerksam sein, um die Abzweige nicht zu verpassen.
Auf diesen Wegen erreichen wir das Zentrum und den Bahnhof, ohne größere Straßen nutzen zu müssen.
Nach dem Fahrkartenkauf müssen wir die Räder die Stufen zum Gleis heruntertragen, denn der Aufzug ist defekt. Wir fahren dann mit dem RE 34 nach Witten. Der Zug ist zwar sehr voll, aber unsere Räder finden glücklicherweise noch einen Platz.