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Frühjahr 2026

Hinter den Vogesen und dann zum Rhein

Freiburg - Nancy - Glan - Rhein - Lahn - Siegen

Datum:
21. Mai 2026
Strecke:
Lauteerecken - Oberwesel
Streckenlänge:
83 km
Bild
Am Morgen strahlt bereits die Sonne. Klaus entdeckt, dass an den Bahnhof eine Draisinenstation angegliedert ist, die wir direkt vom Zimmer aus am Bahnsteig sehen können.
Nach dem Frühstück setzen wir unsere Fahrt auf dem Blies-Glan-Radweg fort – es gibt wohl mehrere Bezeichnungen für diesen Weg. Hier am Bahnhof befindet sich die Endstation der Bahnlinie nach Kaiserslautern.
Die Bahnstrecke glanabwärts wird von Lauterecken aus befahren. Unterwegs entdecken wir ein altes Bahnwärterhäuschen.
Der Radweg führt über kleine Straßen und Wirtschaftswege. Das Glantal ist von bewaldeten Hängen malerisch eingerahmt. Zwischen dem Fluss Glan und der Bahnstrecke radeln wir weiter in Richtung Rhein.
Hier vor Meisenheim ist die Bahnstrecke stillgelegt...
...und am alten Bahnhof befindet sich ebenfalls eine Draisinenstation.
Es ist eine sehr schöne, wald- und abwechslungsreiche Strecke. Auch die Dörfer, die wir passieren, wirken recht idyllisch und ursprünglich.
Die auffällige Bannmühle in Odernheim weckt unser Interesse, sodass wir uns das Areal genauer ansehen. Ein Bioladen und eine Holzwerkstatt haben sich hier niedergelassen.
Anschließend geht es weiter entlang der Draisinenstrecke. Da Draisinen und Radler über dieselben Glanbrücken geführt werden, wird es auf dem Brückenkörper stellenweise recht eng.
Kurz darauf erreichen wir die aktive Bahnstrecke, die von Bad Sobernheim kommt. Während die Bahntrasse an einem steilen Berghang in einem Tunnel verschwindet, müssen wir mühsam den steilen Anstieg am Herrenhof erklimmen. Das ist der anstrengendste Anstieg der letzten Tage. Erst später wird uns bewusst, dass wir den Glan verlassen haben – dieser wurde bereits vor der Steigung von der Nahe "verschluckt".
Wir sind in den Weinbergen des Nahe-Anbaugebiets gelandet und blicken von oben auf den Ort Duchroth hinab. Dort treffen wir auf einen Fernradler, der von Barcelona nach Hamburg unterwegs ist.
Auf der darauffolgenden Passage bis Bad Kreuznach fahren wir an steilen Bergen mit schroffen Felshängen vorbei.
Bei Bad Münster am Stein erblicken wir hoch oben auf dem Berg die Ebernburg.
Hier macht sich Heinz mit seiner Luftpumpe nützlich und verhilft dem Fahrradreifen eines Jungen wieder zu ausreichend Luftdruck.
Die Eisenbahnbrücke von Bad Münster am Stein erstreckt sich über die Nahe vor der Kulisse wuchtiger Berge.
Am Naheufer ist dieses alte Wasserrad ausgestellt...
...und auf der gegenüberliegenden Flussseite thront die Burg Rheingrafenstein. Derweil haben wir uns einen Eisbecher gegönnt und beobachten in Ruhe die Gegend und die Kurgäste.
Es geht weiter nach Bad Kreuznach. In den Naheauen stehen mehrere Gradierwerke zur Anreicherung der Solekonzentration. Es soll ja sehr gesund sein, hier einmal kräftig durchzuatmen.
Das Ufer in Bad Kreuznach ist mit attraktiven architektonischen Anlagen, Sitzplätzen und Sporteinrichtungen gestaltet. Zahlreiche Kurgäste bevölkern die Promenade.
Ein besonderer Hingucker ist die Alte Nahebrücke.
Hinter Bad Kreuznach verschwinden die schroffen Talhänge und wir müssen mit den Rädern an größeren Ausfallstraßen entlangfahren. Es gibt zwar Radwege, doch die Straßen müssen einige Male gekreuzt werden.
In Büdesheim kaufen wir noch einmal ein...
...und kurz darauf erreichen wir Bingen, unmittelbar vor der Nahemündung.
Auf der gegenüberliegenden Rheinseite erkennen wir das Niederwalddenkmal und rheinabwärts den Mäuseturm.
In einem Park direkt an der Mündung der Nahe in den Rhein legen wir eine Stärkungspause ein.
Hier entsteht noch ein Gruppenfoto im „Bingen-Rahmen“ – der Schriftzug ist allerdings spiegelverkehrt, da die Sonne tief im Westen steht.
Hier noch ein Blick hinüber nach Rüdesheim von unserem Standort an der Nahe aus.
Nun fahren wir rheinabwärts und passieren Assmannshausen auf der anderen Flussseite. Der Radweg verläuft zumeist über schmale Wege am Rheinufer sowie entlang der Bahnlinie, vorbei an Campingplätzen und Schrebergärten.
Wir kommen an der Burg Pfalzgrafenstein bei Kaub vorbei und fahren weiter in Richtung Oberwesel. Da fällt uns doch glatt auf, dass wir schon zu weit gefahren sind. Klaus meint, nach Bacharach sei doch gar kein Gebäude mehr gekommen.
Wir kehren um und finden schließlich das alte Hotel direkt hinter der Bahnlinie. Der verwinkelte Bau wurde als Hotel aufgegeben; stattdessen werden nun im kleinen Rahmen Ferienapartments vermietet. Das Haus trägt den Namen „100 Stufen über dem Rhein“. Bis zu unserem Apartment sind es zum Glück nur 79 Stufen, dennoch müssen wir für den Transport der Radtaschen zweimal gehen. Ein wirklich toller Ort mit direktem Blick auf die Burg Pfalzgrafenstein – auch wenn man dafür etwas Eisenbahnlärm in Kauf nehmen muss.